Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
29. Mai 2008
Laut Klageschrift benutzte der Täter Scripte, um sich etwa bei E-trade oder Schwab.com mit den Namen von Comic-Figuren und falschen Adressen anzumelden. Pro Eintrag wurden von den Brokern und anderen Diensten nur jeweils wenige Cent gutgeschrieben, teilweise sogar nur ein Cent. Im höchsten Fall handelte es sich um zwei Dollar. Doch insgesamt erzielte der Betrüger eine Beute von 50.000 Dollar.
Auch bei Googles Bezahldienst Checkout meldete er sich fleißig an und ergaunerte dort alleine 8.225 Dollar und 29 Cent. Geld, das er auf acht verschiedene Konten bei der gleichen Bank überweisen ließ. Als die Bank sich nach diesen vielen Kleinstüberweisungen erkundigte, erklärte er sachlich, dass die Richtlinien Googles es nicht verbieten, verschiedene Checkout-Konten zu führen und unterschiedliche Mail-Adressen zu benutzen.
Der Mann wurde schließlich vom Secret Service ertappt, weil dem Geheimdienst bei der Jagd nach Terroristen die vielen falschen Kontoanmeldungen aufgefallen waren. Bis zur Verhandlung ist der Täter gegen Kaution auf freiem Fuß.
Versuche von Wired, mit ihm telefonisch in Verbindung zu treten, blieben erfolglos. Das Gleiche gilt für Versuche, von E-Trade, Schwab.com oder Google weitere Informationen zu erhalten. Auch von dort gab es keine Stellungnahmen. Das lässt sich aber fast noch besser nachvollziehen als das Schweigen des Beklagten.
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