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Hacker, die Auftrag der Roten Armee agieren, sollen dies durch Sabotage erreicht haben. Doch das ist nur einer von vielen Vorwürfen, die der Bericht an die Adresse Chinas richtet. In dem umfangreichen Text werden auch andere Übergriffe beschrieben wie etwa die Installation von Spyware auf dem Notebook des US-Handelsministers Carlos M. Gutierrez.

In einem weiteren Bericht von AP, in dem es auch um das Notebook des Ministers geht, wird der Spyware-Vorwurf nicht wiederholt. Stattdessen wird dort die Frage gestellt, ob Chinesen bei einem Staatsbesuch von Gutierrez in China die Daten von seinem Notebook kopiert haben. Wobei es hier immerhin noch relativierend heißt, dass es "extrem unorthodox" wäre, hätte der Minister bei einem solchen Besuch geheime Informationen auf seinem Notebook.

Der von AP befragte Minister verweigert die Auskunft und beruft sich auf laufende Untersuchungen. Wobei in solchen Fällen aber meist nicht ganz klar wird, ob diese Untersuchungen Folge eines Übergriffs sind, oder die Folge von Berichten wie jenem im National Journal.

Kevin Poulsen vom Wired Magazin jedenfalls schenkt den Behauptungen des Journals nicht sehr viel Glauben. Für ihn ist es ein neuer, hysterischer Ausbruch in der Szene der Geheimdienstler und anderer Regierungsmitarbeiter, der sich in der Sache nur auf Behauptungen stützt. Berichte wie der im National Journal zitieren Sicherheitsexperten aus diesen Kreisen, die sich wiederum auf Personen und Firmen berufen, die anonym bleiben müssen. Fakten dagegen wie offizielle Berichte werden in solchen Berichten vermieden.

Doch solch ein Bericht liegt beispielsweise im Fall des Stromausfalls im Jahr 2003 vor und dieser 228 Seiten starke Report erwähnt "keinen einzigen Hacker". Die dort gefundene Ursache des Stromausfalls ist eher banal. Der betroffene Stromnetzbetreiber hatte die Trassen nicht vor dem nachwachsenden Wald geschützt und das Leitungsnetz wurde dadurch geschädigt.

Doch das soll die Behauptungen über chinesische Angriffe nicht ins Lächerliche ziehen. Sicher ist es angebracht, wenn westliche Regierungen und Unternehmen im Umgang mit chinesischen Partnern Vorsicht zeigen. Derart konkrete Vorwürfe wie die aktuellen, die nicht nachvollziehbar bewiesen werden, sind aber ebenfalls mit Vorsicht zu genießen.

Wie Poulsen es ausdrückt, ist der "Cyber-Terror das neue 'Yellowcake Uranium". Womit er recht eindeutig auf die angeblichen Uran-Einkäufe des Irak anspielt, die als eine der wichtigsten Begründungen für die Invasion des Landes durch US-Truppen diente. Die Uran-Einkäufe waren aber eine reine Erfindung aus dem Dunstkreis der US-Geheimdienste.


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