Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
29. August 2008
Die einzige Chance, die er jetzt noch hat, besteht in einem Gnadengesuch an den britischen Innenminister Jacqui Smith, meint seine Anwältin Karen Todner. Doch mit einem Erfolg dieses Gesuchs ist kaum zu rechnen.
Auch wenn nicht auszuschließen ist, dass an dem Briten ein Exempel statuiert werden soll. Denn er wird jetzt schon als "größter Militär-Hacker aller Zeiten" bezeichnet, obwohl das mit seinen Darstellungen der Ereignisse nicht übereinstimmt. Er gibt nach wie vor an, zwischen Februar 2001 und März 2002 auf den Militär- und NASA-Rechnern Informationen über UFOs gesucht und gefunden zu haben. Unter Alkohol- und THC-Einfluss will er in kaum geschützte Systeme eingedrungen sein, um dabei festzustellen, dass auch andere "Interessenten" dort ihr Glück suchen.
Nach Darstellung von US-Seite dagegen ist der heute 42 Jahre alte Mann in 97 sicherheits-relevante Computer-Systeme eingedrungen und er soll dabei auch Daten verändert beziehungsweise gelöscht haben. "Kritische Systeme" wurden dadurch außer Funktion gesetzt.
Vor einem US-Gericht werden diese Vorwürfe kaum zu entkräften sein, denn der Beklagte hat kaum eine Möglichkeit, die Aussagen zu überprüfen. Außerdem hat er den Vorschlag der amerikanischen Behörden ausgeschlagen, die ihn vor die Wahl stellten, freiwillig zu kooperieren und eine geringe Strafe zu erhalten - oder die Kooperation zu verweigern und im Fall einer Ausweisung wie ein Terrorist behandelt zu werden. Was nun vermutlich bedeuten wird, dass ihn eine lange Haftstrafe in einem US-Gefängnis erwartet.
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