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Das heißt anders ausgedrückt, dass dem Registrar beziehungsweise der Unternehmensleitung gar kein Missbrauch der Registrar-Funktion nachgewiesen werden musste. Wobei es nicht ausgeschlossen ist, dass ein solcher Nachweis möglich wäre, denn die von EstDomains verwalteten Domains wurden vielfach von Spammern und Malware-Distributoren benutzt. Möglicherweise mit Wissen und Einverständnis des Registrars.

Doch die ICANN kann den Vertrag mit dem Registrar schon deshalb einseitig kündigen, weil dieser gegen Punkt 5.3.3 des Vertrags verstoßen hat. Dort heißt es, dass zu einer solchen Entscheidung kommen kann, wenn ein leitender Angestellter des Registrars im Zusammenhang mit seinen finanziellen Aktivitäten beziehungsweise wegen Betrugs bestraft wird und dieser Angestellte nicht umgehend seines Amtes enthoben wird.

Was aber nun die weiteren Folgen dieser ICANN-Entscheidung angeht, so ist übertriebener Optimismus vermutlich nicht angebracht. Die Entscheidung, ein "schwarzes Schaf" aus den Reihen der Registrars zu entfernen, ist sicher zu begrüßen. Selten genug, dass man von Seiten der ICANN so viel Entscheidungsfreudigkeit beobachten kann.

Jetzt aber muss erst einmal geklärt werden, was mit den 281.000 Domains geschieht, die das estnische Unternehmen bisher betreut hat. ICANN erwartet Angebote anderer Registrars, die diesen Bestand übernehmen sollen. Doch was geschieht mit den Domains, die mutmaßlich im Zusammenhang mit den undurchsichtigen Geschäften der EstDomains und ihren Kunden genutzt wurden? Wird der neue Registrar die Aufgabe übernehmen, diese Domains aus dem Bestand zu entfernen?

Und was wird ansonsten aus den zwielichtigen Geschäften hinter diesen Domains? Ganz sicher werden die damit verbundenen Geschäftemacher sich nun andere Möglichkeiten suchen, sollte der neue Registrar ihre Domains suspendieren. Doch schon das scheint eigentlich eher unwahrscheinlich, denn der Nachweis einer missbräuchlichen Nutzung ist im Zweifelsfall nur schwierig zu führen und mit viel Aufwand verbunden. Werden Fehler gemacht, muss der Registrar sogar mit Schadensersatzforderungen rechnen.

Mut macht zwar, dass der indische Registrar Directi vor wenigen Tagen die Suspendierung von 175.000 Domains ankündigte. Doch das ist das erste Mal, dass eine derart weitreichende Säuberungsaktion stattfindet. Und noch ist sie nicht abgeschlossen.



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