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30. Oktober 2008
Dort wird für die Büchersuche tatsächlich ein neues Kapitel aufgeschlagen, wie es in der Überschrift des Postings heißt. Vor allem, wenn Google nun den Bestand an Büchern in Folge des Vertrags erweitern kann. Denn bisher sind gerade 7 Millionen Bücher digitalisiert. Eine Zahl, die Google noch um ein Vielfaches steigern möchte, denn bei den bisher bearbeiteten Büchern handelt es sich häufig um nicht mehr geschützte Werke beziehungsweise um Bücher, deren Rechte bei den teilnehmenden (Universitäts-) Bibliotheken liegen.
Bücher dagegen, für die die Urheberrechte bei den Verlagen liegen, sind bislang noch eher selten zu finden. Das wird sich aber infolge des Abkommens ändern. Wobei die Schlichtung eben auch vorsieht, dass Google den Buchverkauf für die Rechteinhaber vornehmen kann. Gleichzeitig soll es Organisationen, Bibliotheken oder anderen Einrichtungen möglich werden, den Zugang zu den vollständigen Werken zu erwerben, um diese Bücher ihren Mitarbeitern und Besuchern zugänglich zu machen. Auch in diesem Fall sollen die Rechteinhaber eine Kompensation erhalten.
Insbesondere im Fall vergriffener Werke bieten sich damit völlig neue Möglichkeiten, wie man sie sich in den letzten Jahren allenfalls im Zusammenhang mit Books-on-demand vorstellen konnte. Nicht mehr lieferbare Bücher können künftig direkt am Computer ausgedruckt werden.
Das alles gilt wie gesagt aber bisher nur für die USA, denn der Schlichtungsvertrag beendet einen Rechtsstreit in den USA und betrifft nur die in den USA beteiligten Parteien. Doch Google deutet an, den Vertrag auch auf andere Länder ausweiten zu wollen. Dazu bietet die Suchmaschine den Rechteinhabern weltweit an, ihre Werke bei Google für die Teilnahme an der erweiterten Büchersuche freizugeben.
Jedoch sind sich auch die Verantwortlichen bei Google im Klaren darüber, dass diese Internationalisierung des Angebotes noch einige Jahre in Anspruch nehmen wird. Jetzt müssen erst einmal die Rechteinhaber in anderen Ländern von den Vorteilen des Vertrags überzeugt werden. Was sicher nicht leicht fallen wird, solange die Rechteinhaber in den USA nicht überzeugt werden können, den Zugang zu ihren Büchern ebenfalls weltweit freizugeben.
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