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22. Dezember 2008
Dabei soll der vor zwei Jahren abgeschlossene Deal bereits vor "vielen Monaten" abgelaufen sein. YouTube konnte sich im September 2006 zu einer Zeit mit dem Label einigen, als andere Rechteinhaber noch mit dem gerade von Googles übernommenen Videodienst haderten. Allerdings folgten weitere Verträge unter anderem mit den drei anderen großen Labels Universal Music, Sony BMG und EMI.
Vermutlich
wurde auch mit ihnen wie im Fall von Warner Music eine geringe Gebühr
für jeden Stream sowie eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen
vereinbart. Was zu der Frage führt, ob denn auch diese Verträge
gerade neu verhandelt werden. Eine weitere Frage ist es, warum die
Vertragsverlängerung mit Warner nicht zustande kam.Ging es dabei etwa um die hohen Kosten?
In der New York Times, die Informationen von Warner-Insidern erhalten hat, werden ausnahmsweise einmal Angaben zum Vertragsvolumen gemacht. Dort heißt es, dass Warner Music während des im September endenden fiskalischen Jahrs insgesamt 639 Millionen Dollar aus dem digitalen Handel bezogen haben soll. Aber weniger als ein Prozent dieser Summe stammte aus den Anzeigen und den Gebühreneinnahmen via YouTube.
Das scheint in Anbetracht der Milliardenumsätze Googles keine besonders hohe Summe. Allerdings ist Warner nur eines von vielen Unternehmen, die gegenüber Google die Hand aufhalten. Hinzu kommen die anderen Labels sowie eine Vielzahl von Künstlern, Verbänden, Filmemachern, Fernsehunternehmen und anderen Rechteinhabern national und international, die ebenfalls von YouTube eine Kompensation für die Nutzung geschützter Inhalte verlangen. Sei es für professionell erstellte Musikvideos aus dem Fernsehen, für private Mitschnitte bei Konzerten, oder für die Hintergrundmusik bei diversen Katzen- und Kindervideos.
Die an Warner zu zahlenden Millionen machen also vermutlich nur einen Bruchteil der insgesamt zu zahlenden Summen aus. Wobei diese Ausgaben noch um die Betriebskosten von YouTube zu ergänzen wären, die angeblich bei über 1 Million Dollar pro Tag anzusiedeln sind. Doch dem stehen laut einer Schätzung vom Sommer vielleicht 200 Millionen Dollar an Werbeeinnahmen gegenüber.
Nun hat sich die Situation für werbefinanzierte Projekte in den letzten Monaten nicht gerade verbessert. Und so muss man das Scheitern der Verhandlungen zwischen Google und Warner möglicherweise auch als weiteren Hinweis für ein kostenbewussteres Management bei der Suchmaschine sehen. Doch der Einschnitt ist hart und die Situation wird sich noch weiter verschärfen, wenn auch weitere Verhandlungen mit anderen Rechteinhabern aus der Musikszene scheitern sollten.
Denn die Liste der populärsten Videos wird eindeutig von Musikvideos dominiert. Ein Verzicht würde also vermutlich auch zu einer nachlassenden Nutzung der Suchmaschine führen. Doch das ist für Google - trotz niedriger Werbeeinnahmen bei YouTube - eine riskante Entwicklung. Die Suchen bei YouTube machen inzwischen etwa ein Viertel aller Suchen auf den Google-Seiten insgesamt aus.
Oder anders ausgedrückt: Bei YouTube werden laut ComScore mehr Suchaufträge eingegeben als bei allen Angeboten von Yahoo zusammengefasst. Die YouTube-Suchen werden vermutlich auch maßgeblich zu den immer noch sehr hohen Wachstumsraten bei Google beitragen. Immerhin betrug das Wachstum bei Google im November bei 32,3% während der stärkste Konkurrent Yahoo gerade 11,4% erreichte.
Wenn nun die Suchen nach Warner-Videos bei YouTube keine Ergebnisse mehr bringen, wird sich das auch in den allgemeinen Zahlen der Suchmaschine niederschlagen. Um an der Börse bestehen zu können, muss Google aber weiter solide Zahlen und vor allem ein kräftiges Wachstum nachweisen. Es ist daher keine gute Nachricht, wenn der Vertrag mit einem der vier größten Rechteinhaber platzt.
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