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Der Forschungszweck ist dabei keineswegs nur theoretischer Natur. Das M-Lab soll verschiedensten Parteien die Möglichkeit geben, zuverlässige Aussagen über den Daten-Transfer machen zu können. Cerf erwähnt etwa die Möglichkeit, dass Anwender ihren Internet-Zugang daraufhin überprüfen können, ob der Provider den Daten-Transfer bestimmter Anwendungen bremst oder blockiert. Dazu sollen unter anderem Anwendungen entwickelt werden, mit denen der Austausch von Daten zu anderen Rechnern im Internet untersucht werden kann.

Mit solchen Anwendungen könnte die Behinderung von P2P-Daten, wie sie Comcast im vergangenen Jahr rechtswidrig praktizierte, sehr viel schneller und zuverlässiger diagnostiziert werden. Wodurch auch zugleich der Protest der - nun besser informierten - Kunden der Provider etwas deutlicher ausfallen dürfte. Googles Unterstützung dieses Vorhabens dürfte aber weniger durch die potentielle Behinderung der P2P-Daten zu erklären sein.

Vielmehr wird die Suchmaschine nach wie vor die Gefahr sehen, dass US-Netzbetreiber und Telekom-Unternehmen einen neuen Anlauf zur Erhebung zusätzlicher Gebühren von den großen Internet-Unternehmen starten könnten. Diese Pläne bestehen schon seit Jahren, weshalb Firmen wie Google es unterstützen würden, wenn die diskriminierungsfreie Durchleitung von Daten im Sinne der Netzneutralität gesetzlich geregelt wurde.

Bisher ist das aber nicht gelungen und in den letzten Monaten war eine gewisse Verschiebung der Diskussion zu beobachten. Hatten die Netzbetreiber früher ganz offen verlangt, dass Firmen wie Google, Microsoft, MySpace oder auch YouTube wegen des von ihnen erzeugten Daten-Volumens extra zur Kasse gebeten werden, so ist jetzt nur noch von Network Management die Rede. Ein Ansatz, der übrigens auch von Cerf offen unterstützt wird.

Allerdings setzt ein akzeptables Network Management auch eine Transparenz voraus, die bisher nur der Provider einseitig garantieren kann. Etwa, indem er seinen Kunden mitteilt, dass eine bestimmte Form der Nutzung von ihm nachrangig behandelt werden kann.

Mit den neuen, vom M-Lab zu entwickelnden Prüf-Produkten wäre es nun dem Anwender möglich, den Wahrheitsgehalt der Provider-Aussagen zu überprüfen. Und ganz nebenbei wäre es Firmen wie Google beziehungsweise YouTube möglich, den Ablauf des Daten-Transfer im eigenen Sinne zu überwachen. Wodurch sich etwa vermeiden ließe, dass YouTube-Videos im Vergleich zu anderen Video-Anbietern benachteiligt wird.

 

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