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27. Februar 2009
Dieser Hintergrund des Multimillionärs Carl Lundström kann im Grunde nur aus wenigen schwedischen Medienberichten abgeleitet werden. Ein noch sehr dünner Wikipedia-Artikel über "Knäckebrot-Kalle" wurde erst am 17. Februar eingestellt. Dieser Artikel weist Lundström als Enkel des Wasabröd-Herstellers Karl Edvard Lundström aus, der in den 80ern und 90ern verschiedenen rechten Parteien angehörte, beziehungsweise diese finanziert haben soll.
Das Magazin The Register, das sich sehr kritisch über den "Neonazi-Schokoladenonkel von The Pirate Bay und das seltsame Schweigen der Freiheimer" (frei übersetzt) auslässt, verweist auf ein Video einer schwedischen Fernseh-Show aus dem Jahr 2007, in dem Tobias Andersson als einer der Mitgründer von ThePirateBay.org bestätigt, Unterstützung in Form von Servern und Bandbreite von Lundström erhalten zu haben. Denn Lundström ist ebenfalls Gründer des Hosting-Providers und Telekom-Unternehmens Rix Telecom.
Andersson gibt aber auch an, Lundström nie gesehen zu haben. In dem Video wirft Bert Karlsson dem damaligen Mitglied von ThePirateBay jedoch vor, Lundström tue das nur, um junge Menschen zu erreichen. Karlsson taucht auch heute noch in der Fernsehberichterstattung als entschiedener Gegner von ThePirateBay auf. Doch diese Kritik ist schwierig zu bewerten. Denn zum Einen ist Karlsson selbst Inhaber eines Phono-Unternehmens und er war einer der wichtigsten Vertreter der Partei Neue Demokratie - also jener rechten Partei, die Lundström in den 90ern finanziell unterstützte. Wobei diese Partei Lundström ausschloss, als seine Mitgliedschaft in den Medien erwähnt wurde. Die Partei selbst wurde kurz darauf ebenfalls aufgelöst und Karlsson erwähnt mit keinem Wort, einst das Aushängeschild dieser Partei gewesen zu sein.
Einen weiteren Hinweis auf Lundströms Vergangenheit liefert ein Bericht der antifaschistischen Zeitschrift Expo aus dem Jahr 2005, der den Industriellen mit einem Überfall von Neonazis auf lateinamerikanische Touristen in Verbindung bringt, der sich wiederum 20 Jahre zuvor ereignet haben soll.
Und noch ein Indiz
für eine Verstrickung mit der rechtsradikalen Szene ergibt sich daraus,
dass vor wenigen Tagen ein Geschäftsführer eines von Lundström
gegründeten Start-Ups mit einer Maschinenpistole einen Raubüberfall
begangen haben soll. Lundström bestätigt, von dessen politischer
Tätigkeit gewusst zu haben, will aber Politik und Geschäft nicht
vermischen. Der Täter, Mitglied in der "nordischen Liga", wurde nach
der Verhaftung von ihm entlassen. Ein näherer Zusammenhangzwischen ihm und der Tat beziehungsweise der rechten Gruppe lässt sich nicht erkennen.
Betrachtet man auf dieser Grundlage die Verbindung Lundströms zu rechtsradikalen Kreisen als gesichert, so ist seine Beteiligung an ThePirateBay tatsächlich zu hinterfragen. Vor allem wäre zu klären, ob Lundströms Unterstützung sich auf den Start des Projektes beschränkte, wie Andersson es vor zwei Jahren darstellte, oder ob auch heute noch Geld in die eine oder andere Richtung fließt.
Denn die finanzielle Situation von ThePirateBay ist leider eine weitere große Unbekannte. Die drei angeklagten Piraten geben an, kein Geld mit ThePirateBay zu verdienen, denn alle Einnahmen aus der Werbung fließen nach ihrer Darstellung zurück in den Betrieb des Verzeichnisses. Das wiederum bestreitet die Gegenseite vehement und spricht von Millioneneinnahmen.
Betrachtet man die Werbung, die bei ThePirateBay.org tatsächlich eingeblendet wird, so erscheint diese Einschätzung zwar stark übertrieben. Doch durch die Verbindung zu Lundström und seiner mutmaßlichen poltischen Ausrichtung werden die Fragen zu diesem Thema nur drängender.
Links:
- The Register
- Andersson Video
- Wikipedia: Lundström
- Wikipedia: Karlsson
- Bericht der Expo
- Bericht der Metro
- Kommentar im Guardian
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