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Dass er dies beabsichtigt, hat Donahoe schon Januar 2008 angekündigt beziehungsweise umgesetzt. Denn die damals bekannt gegebenen Gebührenänderungen zeigten schon deutlich, woher der Wind weht: Die Höhe der Einstellgebühren wurde gesenkt, während der eBay-Anteil am Verkaufspreis deutlich erhöht wurde. Diese Änderung bevorzugte Händler wie den Powerseller Jack Sheng und sein Unternehmen eForCity, der als erster eBay-Verkäufer mehr als 1 Million positive Bewertungen erhielt und nachdem inzwischen sogar ein Raum im eBay-Hauptquartier benannt wurde.

Händler wie Sheng stellen Artikel in großer Zahl zum Sofortkauf ein, rechnen aber - im konkreten Fall Shengs - nur in 20% der Fälle mit einem Verkauf. Die typischen Flohmarkt-Verkäufer dagegen, die monatlich nur wenige Artikel bei eBay einstellen, sind von den Änderungen benachteiligt. Und das werden sie in Zukunft wohl noch stärker sein, denn Donahoe beabsichtigt, den eingeschlagenen Weg noch weiter zu gehen.

Wobei er sich im Klaren ist, dass es bei dieser Entwicklung Verlierer geben muss. Denn wenn die Gruppe der großen Händler gewinnt, verlieren die Flohmarkt-Verkäufer zwangsläufig. Allerdings hat die Strategie Donahoes bisher einen kleinen Haken: Die finanzielle Situation seines Unternehmens hat sich bisher nicht wie gewünscht geändert. Der Wunsch, mit erfolgreichen Verkaufshäusern wie Amazon Schritt zu halten, wurde nicht erfüllt.

Daher soll das Verkaufsmodell noch weiter verändert werden. Donahoe konkretisiert das im Interview und erklärt, er wünsche sich eine ähnliche Niedrigpreis-Erfahrung beim Einkauf wie man sie vom US-Händler Costco Wholesale kennt. Das aber ist ein ganz besonderes Modell des Ladengeschäfts. In den Costco-Filialen können nur Mitglieder einkaufen, die eine Jahresgebühr zahlen. Ihnen werden sehr niedrige Preise geboten, doch zugleich müssen die Käufer mit jedem Kauf große Mengen der Waren abnehmen.

Dieses Modell, das ein wenig an "Rudis Resterampe" erinnert, ließe sich bestimmt auf den Online-Handel übertragen. Aber bei einem Costco-eBay bliebe der Flohmarkt-Charakter vollständig auf der Strecke. Ein derart radikaler Umbau wäre jedoch notwendig, denn eBay lässt sich nicht zu einem Amazon-Kaufhaus umbauen. Das hat schon damit zu tun, dass Amazon - außer in den Amazon-Shops - selbst als Verkäufer auftritt und den Kunden das bietet, was sie von einem zuverlässigen Shop erwarten: Gleich bleibende Bedingungen hinsichtlich der Bestellabwicklung, dem Versand, der Qualität und der Neuheit der Waren sowie beim Aftersales Support.

Das kann das Stundenkaufhaus beziehungsweise der Einmietshop eBay mit seinen 25 Millionen Verkäufern nicht bieten, weil eBay nicht für seine eingemieteten Verkäufer garantieren kann beziehungsweise will. Von daher kann ein Sofortkauf-Klick bei eBay nicht mit der gleichen Sicherheit erfolgen, wie ein One-Klick bei Amazon.

Das könnte sich tatsächlich ändern, wenn eBay auf das Costco-Modell einschwenkt und dabei die Zahl der Verkäufer wesentlich verringert. Doch auch bei diesem Modell bleiben Zweifel. Was wird aus einem eBay nach Costco-Vorbild wohl werden, wenn plötzlich Costco selbst zum Online-Händler wird, oder wenn Amazon für diese Nische eine eigene Abteilung aufbaut?

Dann hat eBay vermutlich einen erfolglosen Umbau vorgenommen, der das Unternehmen die einzig sichere Einnahmequelle gekostet hat, seine Existenz als Online-Flohmarkt.

 

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