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Sollte das zutreffen, könnte eines der schrägsten Kapitel des Online Business endlich geschlossen werden. Denn "schräg" war es schon, als der durch Börsen-Spekulationen aufgeblähte Scheinriese AOL vor jetzt acht Jahren den riesigen Medienkonzern für 147 Milliarden Dollar schluckte und kurz darauf sein Börsenwert implodierte. Schnell war zwar klar, wie die Größenverhältnisse tatsächlich liegen. Doch AOL blieb auch nach der Wiederherstellung der Macht der "Alten Garde" bis heute ein ungeliebter Fremdkörper im Hause Time Warner.

Das lässt sich schon daran erkennen, dass man das Kerngeschäft des Dienstes regelrecht verwahrlosen ließ. Der früher angebotene Breitbandzugang wurde wieder eingestellt, AOL ist bis heute in den USA ein Einwahldienst. Ein Anachronismus also, der überwiegend davon lebt, dass einige Benutzer entweder ihre Mail-Adressen nicht aufgeben wollen, in der tiefsten Provinz leben, oder es vielleicht vergessen haben, dass der Online-Dienst weiter ihre Kreditkarte belastet.

Das schlägt sich auch in der zahlenmäßigen Entwicklung nieder. Von den einst fast 27 Millionen US-Kunden sind gerade noch knapp 7 Millionen übrig geblieben und die Zahl der Kunden schrumpft stetig weiter. Die Einnahmen aus dem Einwahlgeschäft betrugen im Jahr 2007 noch 2,79 Milliarden Dollar, im Jahr 2008 waren es noch 1,93 Millionen Dollar. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich verständlicherweise bei den Werbeeinnahmen, denn weniger Einwahlkunden bedeuten auch weniger Besucher des Portals.

Was aber aus AOL werden soll, wenn das Unternehmen endlich wieder eigene Entscheidungen treffen kann, bleibt offen. Noch steht nicht einmal fest, ob man dem Online-Dienst das Einwahlgeschäft belässt. Earthlink war an dem Kundenbestand interessiert und vielleicht verkauft Time Warner das Kerngeschäft an diesen Provider. Es scheint, für Time Warner ist ohnehin nur ein Punkt an dieser ganzen Sache von Bedeutung: Das Geschäft von 2001 muss vollständig aus der Welt geschafft werden.

Selbst wenn es gegen die geschäftliche Vernunft geschehen sollte. Auch dafür gibt es einen Hinweis: Im Februar machte Google von seinem Recht Gebrauch, Time Warner zum Rückkauf von 5% der zuvor erworbenen AOL-Anteile zu zwingen, oder den Online-Dienst an die Börse zu bringen. Jetzt folgt der Börsengang des Online-Dienstes tatsächlich. Doch Googles 5% sollen der Suchmaschine ausgezahlt werden.

 

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