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Die Notwendigkeit einer einheitlichen Musiklizenzierung auf dem europäischen Markt ist seit Jahren gewissermaßen ein "Hit" auf der europäischen Bühne. Doch greifbare Ergebnisse der Diskussionen muss man bis heute mit der Lupe suchen.

Die bisher bedeutsamste Entwicklung war vielleicht darin zu sehen, dass Apple nach Verbraucherbeschwerden im Jahr 2005 sowie nach Einleitung eines Verfahrens durch die Kommission im Jahr 2007 dazu überging, die beträchtlichen Preisunterschiede zwischen dem britischen und anderen europäischen iTunes Shops abzubauen. Doch nach wie vor ist es einem britischen Musikfreund verwehrt, beim deutschen iTunes-Shop einzukaufen.

Auch jetzt stellt sich Apple als Vorreiter dar und will das iTunes-Angebot auf ganz Europa ausweiten, wenn die Musikverlage und Verwertungsgesellschaften dem Unternehmen Mehrgebietslizenzen anbieten können. Doch darauf wird man wohl noch lange warten. Alleine schon die Verwertungsgesellschaften mit ihrem jeweils nationalen Fokus stellen ein Problem dar.

Ein Unternehmen, das in Gesamteuropa auf dem Musikmarkt tätig sein wollte, müsste zur Zeit alleine mit 27 verschiedenen Verwertungsgesellschaften verhandeln. Hinzu kommen die Verhandlungen mit den Verlagen, die ihre Lizenzen ebenfalls nicht auf europäischer Ebene vergeben. Kurz: Ein Wettbewerb auf europäischer Ebene ist zur Zeit so gut wie undenkbar.

Dabei scheinen die Rechteinhaber sowie die Distributoren teilweise selbst nicht zu wissen, welche Rechtsansprüche in welchem Land für welche Musik gelten. Die Teilnehmer am Runden Tisch jedenfalls haben entscheiden, dass für diesen Zweck eine Datenbank geschaffen werden muss, aus der sich die notwendigen Informationen abrufen lassen.

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