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Anteilmäßig geht man davon aus, dass 16% der britischen Internet-Nutzer regelmäßig illegale Daten aus dem Internet ziehen, wobei die von SABIP berücksichtigten Studien sich uneins sind, ob dieser Anteil konstant geblieben ist, oder ob er sich vergrößert hat.

Was an der Meta-Studie der Berater natürlich auch nicht fehlen darf, ist der seit Jahren aufs Neue vorgelegte Schluss von der Zahl der getauschten Werke auf den finanziellen Schaden, den die Piraten anrichten. So wie es von den Rechteinhabern vorgegeben wird, kommt auch SABIP zu dem Ergebnis, dass jede getauschte Datei ein entgangener Verkauf ist, und dass deshalb in Großbritannien von einem jährlichen Schaden (Musik, Filme, eBücher etc.) von 12 Milliarden Pfund auszugehen ist. Denn man geht von insgesamt 2,4 Milliarden getauschten Dateien aus, für die jeweils ein Wert von 5 Pfund angesetzt wird. Egal, ob es sich bei dieser Datei um ein Musikstück, eine Musik-CD, oder etwa alle Folgen einer Fernsehserie handelt.

Um diese Zahlen zumindest grob einordnen zu können: Laut Wikipedia wurden im Jahr 2005 in Großbritannien Musik-CDs im Wert von 666 Millionen Pfund verkauft. Es scheint also nicht übertrieben, von der Annahme auszugehen, dass der illegale Tausch von Musikstücken nach dieser Schätzung ein Ausmaß annimmt, das annähernd so groß oder gar größer ist als der Musikmarkt.

Ob diese Vermutung beziehungsweise die Herleitung dieser Zahlen gerechtfertigt ist, sei dahingestellt. Was den Beratern oder besser noch den Auftraggebern in der Regierung allerdings noch viel mehr zu Denken geben sollte, ist der Umstand, dass es sich hier eindeutig um eine Massenbewegung handelt. Die wirtschaftlichen Kosten einer Kriminalisierung von 7 Millionen Briten wären ungeheuer, meint auch der SABIP-Bericht

In diesem Zusammenhang ist auch die Erkenntnis der Berater erwähnenswert, dass "Einstellungen und Verhalten hinsichtlich des Eigentums in der Online-Welt und in der physikalischen Welt sehr unterschiedlich sind". Was die Rechteinhaber als kriminell betrachten, ist es für die Anwender häufig nicht. Oder sie entwickeln Methoden, um ihr Verhalten zu rationalisieren, beziehungsweise zu rechtfertigen. Die bisherigen "Erziehungsbemühungen" haben jedenfalls ihr Ziel nicht erreicht. Oder, wie der Bericht nebenei anmerkt, ist in einem Kaufhaus kein Hinweis notwendig, dass Ladendiebstahl verboten ist - während es im Internet an solchen Hinweisen nicht gerade mangelt.

Doch wie der Bericht an anderer Stelle erkennt, hat man sich bezüglich der Erforschung der Piraterie und ihrer rechtlichen Behandlung bisher auch nur auf den Verbraucher konzentriert. Dabei geht es eigentlich um ein sich wechselseitig beeinflussendes System, das sich aus den Künstlern, den Verbrauchern und der Industrie zusammensetzt. Die Verantwortung der Industrie am Problem der Piraterie im Sinne einer ethischen Wechselwirkung wurde bisher nicht berücksichtigt.

Darin könnte man eine versteckte Aufforderung sehen, die Industrie zu einer aktiveren Auseinandersetzung mit der veränderten Technologie zu bewegen. Denn diese Technologie ist fraglos an der Entwicklung hauptsächlich verantwortlich und kann nicht mehr verboten werden. Im Gegenteil, die Internet-Zugänge sind wie SABIP meint schon bald so schnell (50 Mbit/s), dass man das gesamte Werk von Charles Dickens in 10 Minuten oder 200 MP3-Dateien in 5 Minuten laden kann. Das wird die Probleme nicht kleiner machen.

 

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