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30. Juli 2009
Immerhin war Microsoft noch im vergangenen Jahr bereit, 48 Milliarden Dollar für eine komplette Übernahme von Yahoo auf den Tisch zu legen, was von dem damaligen Yahoo-Chef Jerry Yang allerdings abgelehnt wurde. Als Rückzugsziel wollte Microsoft dann über die Übernahme der Suchfunktionen sprechen, konnte mit Yahoo aber auch in diesem Punkt keine Einigung erzielen.
Jetzt aber erhält Microsoft das Recht, die Suchschlitze auf allen Yahoo-Sites mit der eigenen Bing-Suche zu bedienen. Auch die dort im Zusammenhang mit der Suche eingeblendete Werbung wird über Microsofts AdCenter verkauft und ausgeliefert. Die Display-Werbung auf den jeweiligen Sites wird dagegen weiterhin durch getrennte Abteilungen verkauft und bearbeitet.
Yahoo wird lediglich eine weltweite "Relationship Sales Force" für die "Premium-Werbekunden" beider Unternehmen unterhalten. Was wohl vor allem den Investoren zur Beruhigung dienen soll, denn es bedeutet, dass Yahoo zumindest den eigenen Kundenstamm weiterhin pflegen wird. Doch der Geschäftsbereich der kontext-spezifischen (Text-) Werbung, der Google zum Klassenprimus unter den Suchmaschinen werden ließ, wird künftig einzig von Bing bedient.
Yahoos Suche wird dagegen von Microsoft lizenziert und integriert. Womit die Yahoo-Suche im Grunde aufhört, zu existieren. Lediglich zur Verbesserung der Display-Werbung darf Yahoo seine Technologien und Daten weiterhin benutzen. Unterm Strich erhält Microsoft damit - wie gewünscht - die Yahoo-Suche inklusive der Oberflächen, auf denen künftig der Bing-Suchschlitz samt Werbung eingeblendet wird.
Damit erhöht sich Microsofts Marktanteil in den USA schlagartig auf 30% und das Beste ist, dass Microsoft dafür nicht einmal einen Kaufpreis zahlen muss. Die 88% TAC, die Microsoft übernimmt, sind wohl von der Größenordnung her mit dem vergleichbar, was Google seinen Adsense-Partnern bietet. Wobei es in beiden Fällen den Suchmaschinen-Betreibern überlassen bleibt, den Fluss der Werbegelder etwa durch eine selektierte Verteilung zu kontrollieren: Rein theoretisch könnten die Suchmaschinen den jeweiligen Partnern die Werbe-Spreu überlassen.
Doch man darf annehmen, dass Yahoo dafür Kontrollmechanismen vorgesehen hat. Das wäre auch nur fair, denn Microsoft erhält schließlich die gewünschte Yahoo-Suche und zahlt die Übernahme aus den laufenden Einnahmen. Microsoft-Chef Steve Ballmer kann also mit dem jetzt erreichten Ergebnis voll zufrieden sein. Andere dagegen sprechen von rituellem Selbstmord ("Seppuku"), wenn es um die Rolle Yahoos geht. Denn wenn die Wettbewerbshüter den Deal akzeptieren, ist Yahoo für 10 Jahre an Microsoft gebunden und danach kaum mehr in der Lage, als "Suchmaschine" zu agieren - was auch immer man sich in 10 Jahren darunter vorzustellen hat.
Ob Yahoo allerdings ohne diesen Deal eine Chance hätte, ist mehr als fraglich. Wie verzweifelt die Situation tatsächlich sein muss, kann man daran erkennen, dass bisher keiner der großen Investoren gegen den Deal mit Microsoft gemeutert hat. Obwohl dieser Vertrag wesentlich ungünstiger ist, als der Vorschlag Microsofts aus dem vergangenen Jahr, der allen Aktionären einen dicken Gewinn eingebracht hätte.
Diese Chance hat Yang aber aus kaum nachvollziehbaren Gründen vertan und der Welt zugleich klar gemacht, dass Yahoo alleine nicht mehr überlebensfähig ist. Dass Yang sich damals für Google als Wunschpartner entschied, mag in gewisser Hinsicht nachvollziehbar sein. Doch es war aufgrund von Googles Quasi-Monopol absehbar, dass die Wettbewerbshüter diesen Deal verhindern müssen.
Der
jetzt zustande gekommene Deal ist somit ein Resultat der verfehlten
Firmenpolitik Yangs und man sollte der neuen Yahoo-Chefin Carol Bartz
keine zu harten Vorwürfe machen: Wenn Microsoft sich jetzt so eindeutig
durchsetzen konnte, so ist das nicht ihre Schuld, sondern das einzig
denkbare Ergebnis, das mit einem Scherbenhaufen als
Verhandlungsgrundlage noch möglich war.
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