Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
31. August 2009
Wer die "weiteren Unternehmen" sind, die gemeinsam mit Microsoft Google diskreditieren wollen, lässt der Text offen. Auch die Strategien, auf die sich die Unternehmen bei diesen etwa wöchentlich stattfindenden Treffen einigen, bleiben vertraulich. Und die zu diesen Treffen befragten Personen aus dem Umfeld Microsofts bestreiten, dass es sich wirklich um Anti-Google-Treffen handelt.
Wenngleich nicht ausgeschlossen wird, dass das Thema "Google" bei Microsoft-Veranstaltungen durchaus auftreten kann. Denn der Umstand, dass Microsoft in Washington Lobbyisten bezahlt, um Einfluss auf Politik und Gesetzgeber zu nehmen, steht eigentlich außer Frage. Auch Google hat schon Jahren Lobby-Firmen in der US-Hauptstadt angeheuert, um sich mehr Einfluss zu verschaffen. Das gehört bei US-Unternehmen gewissermaßen zum guten Ton.
Interessant wäre es allerdings schon, wenn Microsoft tatsächlich Google derart zum Mittelpunkt seiner Lobby-Aktivitäten gemacht haben sollte. Denn auf den ersten Blick konkurrieren beide Unternehmen bisher nur in Grenzbereichen miteinander. Googles Online-Anwendungen sind ebenso wenig eine ernsthafte Konkurrenz für Microsoft wie die Werbeplattform Bing die bestens etablierte Google-Suche bedrohen kann.
Doch um zur Wahrnehmung zu kommen, dass Google in mehrfacher Hinsicht eine ernsthafte Bedrohung für Microsofts Zukunft darstellt, bedarf es keiner komplexen Analyse. Und es ist ebenfalls kaum zu übersehen, dass ein Angriff Microsofts auf Google in der PR-Arbeit am Besten da ansetzt, wo die Suchmaschine am Stärksten erscheint. Der Ruf Googles als ein Unternehmen, das außergewöhnlich innovativ ist, richtungsweisende Entwicklungen fördert und "Gutes tut", lädt zu Gegenstrategien förmlich ein.
Die wiederum bestehen laut einer Quelle des Daily Finance Blogs darin, Google als "großen Hightech-Bösewicht" erscheinen zu lassen. Das klingt ganz sicher nicht abwegig, ist aber auch kein leichtes Spiel. Vor allem dann nicht, wenn Google seine eigenen Lobbyisten damit beauftragt, die Urheber dieser Botschaft in einem nachteiligen Licht erscheinen zu lassen. Und - wenn Google es selbst vermeidet, in die Rolle des großen Hightech-Bösewichts zu schlüpfen.
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