Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
30. September 2009
Sauer reagierten die zu Konkurrenten gewordenen MS-Hilfsunternehmen schon, als Microsoft im Jahr 2005 "Live OneCare" als kostenpflichtigen Dienst neben dem kostenlosen "Live Safety Center" ankündigte. Auf den Markt kam OneCare dann erst im Jahr 2006, doch in der Zwischenzeit hatte die Konkurrenz wohl schon die Gelegenheit genutzt, die europäischen Wettbewerbshüter auf die Bündelung von Betriebssystem und Sicherheitsprodukten hinzuweisen. Was allerdings folgenlos blieb. Auch, weil Microsoft auf die Bündelung mit dem Betriebssystem verzichtete.
OneCare gelang es dennoch nicht, die Verbraucher zu überzeugen, weshalb dann im November 2008 ein neues Vorgehen bekannt gegeben wurde. OneCare sollte durch einen kostenlosen Dienst mit dem Code-Namen "Morro" ersetzt werden. Aus Morro wurden nun die Microsoft Security Essentials und erwartungsgemäß wertet die Konkurrenz das "armselige Produkt" (Symantec) als Lösung für "Entwicklungsländer" (Trend Micro) ab.
Dazu hat Microsoft selbst beigetragen, weil es die Security Essentials als Basis Produkt bezeichnete, das speziell für Schwellenländer geeignet ist, weil dort wegen der hohen Kosten oft gar keine Sicherheits-Software genutzt wird. Doch dieser Einschätzung steht die Länderliste entgegen, in denen die neue Software erhältlich ist: Australien, Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Österreich, Schweiz, Singapur, Spanien und nicht zuletzt die USA.
Man mag in dieser Liste alles Mögliche erkennen, aber es handelt sich nicht um eine Bestandsaufnahme von Schwellenländern. Somit stellt sich schon die Frage, welche Zielgruppe Microsoft mit den Security Essentials ansteuert. Die aus Sicht der Sicherheit kritischsten Zielgruppen scheinen es jedenfalls nicht zu sein, die Microsoft ansprechen möchte: Die Nutzer legaler und illegaler Kopien der Betriebssysteme, die entweder aus Ignoranz oder aus Furcht vor Enttarnung (z.B. durch "Windows Genuine Advantage") auf Updates und jeglichen anderen Kontakt mit Microsoft verzichten.
Diese Gruppen
werden von den Security Essentials nicht erreicht. Erst recht nicht, da
auch diese Software aus schwer nachvollziehbaren Gründen vor der
Installation erst eine WGA-Prüfung notwendig macht.
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