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28. Oktober 2009
Hetty Johnson, als Mitglied im Ausschuss für Cyber-Sicherheit der australischen Regierung eine ernstzunehmende Stimme, sieht sich von Microsoft schwer enttäuscht. Die Möglichkeit, mit Bitlocker die Festplatte zu verschlüsseln, mache es Päderasten viel zu einfach, kinderpornographische Bilder auf der Festplatte vor dem Zugriff der Ermittler zu verstecken. Sie erwartet daher von Microsoft, dieses Problem wieder zu beheben.
Man weiß bei solchen Verlautbarungen oft gar nicht, bei welchem Teil der fehlerhaften Darstellung man beginnen soll. Zunächst einmal ist Bitlocker nicht Teil aller Windows 7-Ausgaben, sondern nur auf der (teuren) Ultimate-Version für Unternehmen zu finden. Dort wurde es keineswegs eingebunden, um Kinderpornos zu verstecken, sondern um legitimen Sicherheitsansprüchen gerecht zu werden. Auch andere, teilweise kostenlose Verschlüsselungs-Produkte können diesen Schutzanspruch befriedigen.
Wobei dieser Schutz keineswegs für staatliche Ermittler eingeschränkt werden sollte, wie Frau Johnson offenbar meint. Sie wird zumindest mit den Worten zitiert, dass Kriminelle zur Herausgabe der Schlüssel gezwungen werden müssen, oder mit einer Haftstrafe bestraft werden sollten. Wobei sie augenscheinlich davon ausgeht, dass Tatverdächtige bereits als kriminell zu definieren sind. Denn überführte und verurteilte "echte" Kriminelle müssten für die Ermittlungen keine Schlüssel mehr herausgeben.
In der verkürzten Sicht der Jugendschützerin scheint es
sich also so zu verhalten, dass ein Verdacht einer Verurteilung
vorgreift, und dass Verschlüsselung in erster Linie der Verschleierung
krimineller Machenschaften dient. Wenn ein Hersteller eines
Betriebssystems aber eine Verschlüsselungs-Software integriert, dann
spielt er diesen Kriminellen direkt in die Hände. Man kann Microsoft
vieles vorwerfen, aber das hat das Unternehmen nicht verdient.
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