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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Firmen wie beispielsweise das kalifornische Unternehmen Rapleaf überwachen permanent soziale Netzwerke wie Facebook oder auch Twitter und können beispielsweise den Banken Informationen darüber liefern, wie vernetzt bestimmte Personen in diesem Umfeld sind. Diese Daten werden dann in so genannten "social graphs" aggregiert und liefern Informationen, die das Kreditscoring unterstützen können.

Der dahinter stehende Gedanke lässt sich grob auf die alte Formel des "gleich und gleich gesellt sich gern" zusammenfassen. Was dann bedeutet, dass die im Umfeld einer bestimmten Person geäußerten Interessen und Aussagen auch mit dieser Person in Verbindung gebracht werden. Das bedeutet natürlich auch, dass die Einschätzung der "Freunde" sich auf den eigenen Soziographen auswirken kann. Werden diese als kreditwürdig eingeschätzt, erhöht sich das eigene Sozialscoring - und umgekehrt.

Der CNBC-Bericht legt dabei Wert auf die Feststellung, dass keine finanzielle Informationen über diese anderen Personen eingeholt werden oder überhaupt in den Pool der Informationen eingehen. Es sei auch nicht so, dass man schlechte Kreditnehmer aufgrund nachteiliger Netzwerk-Informationen abstrafen möchte. Das Gegenteil sei der Fall, heißt es. Das soziale Scoring diene nur zur Erleichterung der Kreditvergabe.

Doch Zweifel sind angebracht. Denn soziale Aktivitäten im Internet geben heute schon Anlass, beispielsweise Job-Bewerber abzuweisen oder Mitarbeitern zu kündigen. Warum sollten die Banken dann davon Abstand nehmen, schlechte Kredite zu vermeiden?

Benutzer solcher Netzwerke - man schätzt, dass weltweit 67% aller User bei mindestens einem der Dienste beteiligt sind - sollten daher ihr Online-Verhalten und auch ihre Online-Freunde auf lange Sicht mit ihrer privaten Finanzpolitik abstimmen. Freundschaftsanfragen sollte man erst nach einer eigenen Prüfung der Kreditwürdigkeit zustimmen,"gesellige" Menschen, die wirtschaftlich versagen, sind in der sichtbaren Internet-Öffentlichkeit kein guter Umgang. Wobei es sich ansonsten durchaus positiv auswirkt, möglichst viele (brauchbare) Freunde aufzuweisen.

Sinnvoll ist es auch, in den verschiedenen Diensten wahrheitsgemäße und übereinstimmende Angaben zur Person zu machen. Denn wer beispielsweise dort einen anderen Wohnort angibt als auf dem Kreditantrag, macht sich von vornherein unglaubwürdig. Wobei man sich schon einmal grundsätzlich die Frage stellen sollte, welche Bedeutung das Wort Glaubwürdigkeit unter solchen Bedingungen überhaupt noch hat.

 

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