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Das Video des Hubschrauberangriffs auf Zivilisten war demnach nur eine von mehreren Verschlusssachen, die der noch junge (22) Soldat an Wikileaks "geliefert hatte. So ist von einem weiteren Video die Rede, das den Luftangriff auf den afghanischen Garani zeigt, bei dem über 100 Zivilisten getötet wurden, darunter viele Kinder. Von Manning soll auch das Geheimdienstdokument über Wikileaks stammen, das im März aufgetaucht war. Außerdem soll er Wikileaks 260.000 "diplomatic Cables" überlassen haben, also diplomatische Schreiben, die "fast schon kriminelle politische Hintergrundgeschäfte" aufdecken könnten.

An diese Dokumente will Manning in erster Linie aufgrund mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen des Militärs gelangt sein. Geschnappt wurde der Soldat dann aber wegen einer eigenen Unvorsichtigkeit. Er suchte via Mail beziehungsweise Instant Messenger Kontakt zu Lamo, dem "heimatlosen" Hacker, der vor Jahren für Schlagzeilen sorgte. Ihm offenbarte sich Manning wohl sehr schnell und teilte ihm detailliert mit, welche Dokumente er Wikileaks bereits überlassen hat.

Lamo wiederum informierte das FBI, das die Verhaftung Mannings im Irak veranlasste. Der frühere Hacker überließ der Bundespolizei auch die Protokolle seiner Chats mit Mannings. Gegenüber Wired erklärt Lamo, dass er dies nicht getan hätte, "wenn keine Leben auf dem Spiel stehen würden (...) er (Manning) war in einem Kriegsgebiet und dazu bereit, so viele Geheimsachen wie möglich abzusaugen, um sie einfach in die Luft zu werfen". Welche Leben hierbei auf dem Spiel standen, erklärt Lamo nicht näher.

Allerdings muss seine Entscheidung wohl auch vor dem Hintergrund seiner psychischen Probleme gesehen werden. Erst im letzten Monat war er wegen seines auffälligen Verhaltens zwangsweise in psychiatrische Behandlung gekommen und es wurde eine milde Form des Autismus (Asperger Syndrom) bei ihm diagnostiziert. Gleichzeitig nimmt Lamo schon seit geraumer Zeit Anti-Depressiva. Daraus Motive ableiten zu wollen, warum er den Wikileaks-Lieferanten der Bundespolizei und dem Militär ans Messer geliefert haben könnte, geht zu weit.

Doch immerhin lassen diese Angaben von Wired erahnen, dass Manning nicht sehr gut beraten war, sich ausgerechnet an Lamo zu wenden. Es sei denn, der Soldat wollte seine Verhaftung provozieren, was auch nicht ausgeschlossen werden kann. Immerhin ist Manning nun der bisher erste Wikileaks-Informant, der enttarnt werden konnte.

 

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