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Dieser soll den Code vermutlich im Rahmen eines eigenen Projektes entwickelt und dabei eine "klare Verletzung" von Googles Regeln begangen haben. Mitarbeitern Googles wird es wie bekannt angeboten, 20% ihrer Arbeitszeit für eigene Projekte aufzuwenden. Ob der bei StreetView genutzte Code wirklich im Rahmen eines solchen Projekts entwickelt wurde, soll aber erst im Rahmen einer internen Untersuchung geklärt werden.

Das von Google ausgemachte schurkische Element scheint sich jedoch nach wie vor auf die Datenschnippsel zu reduzieren, die von ungeschützten Funknetzen aufgefangen wurden. Die Sammlung weiterer Informationen wie Mac-Adressen und SSIDs der Funknetze sieht man bei Google offenbar weiterhin als legitim an. Hier darf man davon ausgehen, dass die Meinungen der Suchmaschinenmitarbeiter und der Datenschützer weiterhin starkvoneinander abweichen.

Im Konflikt mit den Datenschützern kündigte Schmidt zumindest teilweise ein Einlenken an. Den Datenschützern soll endlich der geforderte Zugang zu den gesammelten Daten gewährt werden. Ob diese Aushändigung der Daten inzwischen stattgefunden hat, bleibt offen. Immerhin teilt der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar mit, dass die Untersuchung eines StreetView-Fahrzeugs möglich gemacht wurde. Dabei habe man festgestellt, dass für die WLAN-Erfassung sowohl die Kismet-Software (Open Source) eingesetzt wurde als auch eine von Google entwickelte Software. Diese Software scheint die Protokollierung der Kismet-Daten vorzunehmen, doch die genaue Arbeitsweise konnte der Datenschützer bisher noch nicht analysieren (lassen).

Ganz allgemein dürfte die eigentliche Diskussion um StreetView und die WLAN-Datensammlung jetzt erst richtig beginnen. Die bisherigen Auseinandersetzungen um die von StreetView gemachten Bilder und die erst vor wenigen Wochen einsetzende Diskussion um die Erfassung von WLAN-Daten dürften nur ein Geplänkel im Vergleich zu dem darstellen, was jetzt noch kommen mag.

Denn nach den letzten Entwicklungen deutet sich an, dass bald auch Googles Behauptung auf den Prüfstand kommt, wonach Daten verschiedener Anwendungen immer streng voneinander abgeschirmt werden. Doch daran kommen nach einem Bericht der vergangenen Woche über den Google Toolbar Zweifel auf.

Laut Googles eigenen Angaben werden vom Toolbar-Rechner Informationen über das eigene Funknetz sowie über die benachbarten Zugangspunkte an die Suchmaschine übertragen. Mit Hilfe dieser Daten über die benachbarten Funknetze wird dann der Standort des Anwender-PCs bestimmt. Das aber dürfte nur möglich sein, wenn diese Informationen über die benachbarten Netze mit GPS abgeglichen werden, wovon man bei den StreetView-Daten ausgehen kann.

Die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Fall StreetView-Daten mit den Toolbar-Informationen zusammengebracht werden, ist daher sehr hoch. Doch das wird von Seiten des Datenschutzes kritisch zu betrachten sein. Die fast GPS-genaue Lokalisierung eines Browsers mit Hilfe der Toolbar-Software dürfte einer persönlichen Identifizierbarkeit des Benutzers schon sehr nahe kommen.

Ob dem Anwender das durch möglichst transparente Informationen über Vorgehen und Zweck der Datensammlung klar gemacht wird, scheint dagegen fraglich. Gleiches gilt die Frage, ob dieses Verfahren als verhältnismäßig anzusehen ist. Denn um eine möglichst genaue Lokalisierung zu erreichen, wären auch andere Vorgehensweisen denkbar. Weitere Frage stellen sich hinsichtlich der informationellen Selbstbestimmung, die es dem Anwender eigentlich möglich machen sollte, die gespeicherten Daten einzusehen und gegebenenfalls zu löschen.

Das alles sind bislang noch offene Fragen, doch sie werden im Laufe der kommenden Wochen und Monate nacheinander auf den Tisch kommen. Und das ist gut so, denn Google mag eine treibende Kraft hinsichtlich der technologischen Weiterentwicklung sein. Doch dieser Fortschritt hat die Reaktionsbereitschaft der Gesetzgeber überfordert, wie man an vielen eher populistischen Äußerungen der Politiker erkennen kann.

Für das Informationszeitalter wird ein verbessertes, weiter reichendes, aber auch pragmatischeres und vor allem weniger fürsorgliches Konzept des Datenschutzes notwendig, wie sich immer mehr herauskristallisiert. Daran werden Firmen wie Google mitarbeiten müssen, doch sie sollten diesen neuen Datenschutz nicht nach eigenen Wünschen gestalten dürfen.

 

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