Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
10. Juni 2010
In Sektion 3.3.9 der neuen Lizenzvereinbarung wird es Entwicklern heißt es, dass die Erfassung, Nutzung oder Offenlegung von Daten nur unabhängigen Werbediensten gestattet ist. In Klammern heißt es dann aber weiter, dass diese Unternehmen, wenn sie nicht Partner oder Teil von Apple sind, nicht als unabhängig gelten.
Diese juristisch verschraubte doppelte Verneinung lässt im Grunde keinen Zweifel, dass Google die Suppe versalzen wird. Denn es ist dem Apple-Konkurrenten nun nicht mehr gestattet, mit Hilfe seiner iPhone Apps Daten der Anwender zu sammeln, um damit die Werbeleistung zu erhöhen. Mit den Möglichkeiten des Targeting steigen oder fallen aber auch die erwartbaren Werbeeinnahmen. Womit der Anreiz für Google sinkt, solche Anwendungen für das iPhone zu entwickeln.
Für Google sowie für andere Werbenetze bedeutet das eine Benachteiligung gegenüber Apples eigenem Werbenetzwerk iAd, das im kommenden Monat an den Start gehen soll. Diesem Apple-Netzwerk verdankt es Google nebenbei gesagt, dass die Wettbewerbshüter den Kauf von Admob durch die Suchmaschine überhaupt genehmigt haben. Ohne diesen Konkurrenten hätten Bedenken bestanden, dass Google seine Monopolstellung auf das mobile Umfeld ausweiten kann.
Wenn Apple nun die Muskeln spielen lässt und für iAd ein von Konkurrenz befreites Werbefeld einrichtet, dann mag das zwar nicht ganz in dem von den Wettbewerbshüter gemeinten Sinne sein. Doch das iPhone besetzt keine marktbeherrschende Position und man sicher sein, dass das Unternehmen gute Erklärungen für diesen Ausschluss parat hat. Sicher dient es letztendlich der zuverlässigen Performance der Geräte, der Sicherheit, dem Datenschutz oder einem anderen Vorteil der iPhone-Nutzer allgemein. Schließlich würde Apple so eine Änderung niemals willkürlich einrichten.
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