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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Etwa 800.000 US-Verbraucher haben die Anwendung schon geladen und können so die Sendungen als Stream abrufen. Pro Sendung (< 60min) werden dabei 5-6 Spots à von jeweils 30 Sekunden Länge gezeigt, was sich zu 3 Minuten pro Sendung addieren kann. Doch das ist zu wenig, um rentabel zu sein, weshalb dieser Werbeanteil jetzt verdoppelt werden soll.

Im normalen ABC-Fernsehprogramm werden stündlich 20 Minuten Werbung eingeblendet. Zum Vergleich: In Deutschland ist die eingeblendete Werbung auf maximal 12 Minuten pro Stunde begrenzt. Ob die nach der Verdopplung dann mindestens 6 Minuten an stündlicher Werbung zur Refinanzierung reichen werden, bleibt abzuwarten. In Umfragen haben 90% der Zuschauer zwar gesagt, dass sie die Programme lieber online sehen. Egal, mit wie viel Werbung dort verbunden ist. Doch die Toleranz gegenüber Werbung dürfte beim iPad erwartbar niedriger sein als im normalen Fernsehen.

Beim iPad steht die Mediennutzung schließlich sehr viel mehr im Mittelpunkt als beim Nebenbei-Medium Fernsehen. Doch die Werbeabteilungen haben nicht nur die reine Werbedauer im Kopf. Sie interessieren sich auch für die (mutmaßliche) Werbewirkung, die sie in Recall-Tests (Erinnerung) oder als "purchase consideration" (Kauferwägung) messen.

Und diese Werte wurden in Tests mit der iPad-Werbung nicht gemindert, auch wenn man die Werbeeinblendungen verdoppelt. Noch besteht also "Luft" für ein Mehr an Online-Werbung auf dem iPad. Doch das heißt nur, dass der Punkt noch nicht erreicht wurde, ab dem die Akzeptanz für Werbung kippt. Dennoch bleibt der Werbebranche noch eine große Hoffnung: Das iPad lässt sich zur Pinkelpause mit aufs Klo nehmen.

 

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