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Diese Erklärung wird nicht verständlicher, wenn Drummond sie näher erläutert. Wie er sagt, haben die Gespräche mit chinesischen Offiziellen klargemacht, dass der Regierung die Umleitung nach Hongkong nicht behagt. Sollte Google diese Praxis beibehalten, werde die Verlängerung von Googles Lizenz daran scheitern. Ohne diese Lizenz gingen bei Google China aber die Lichter aus.

Mit dem jetzt eingeschlagenen Weg, die Domain google.cn wieder für Chinesen ansteuerbar zu machen und sie dann für die Nutzung der Suchmaschine nach Google Hongkong umzuleiten, sei man dagegen guter Dinge, die Lizenz verlängern zu können. Nicht ganz angebracht scheint dabei das Wörtchen "verlängern", denn eigentlich stand die Verlängerung der ICP-Lizenz bereits im März an.

Wie man im Internet Archive überprüfen kann, wurde die ICP-Lizenz auch früher im Footer von google.cn eingeblendet. Doch auf der heutigen Startseite von google.cn fehlt diese Angabe zur Lizenz. Möglicherweise hätte Drummond also von Neuzuteilung und nicht von Verlängerung sprechen müssen.

Doch das scheint nicht der wahre Kern des Problems. Die Angabe, man sei von chinesischer Seite verärgert, klingt authentisch. Die Umleitung auf Google Hongkong hat zwar nicht dazu geführt, dass chinesische Internet-Nutzer Informationen an der chinesischen Zensur vorbeischmuggeln konnten. Die digitale chinesische Mauer filtert auch so die Nutzung der Suchmaschine und behindert beispielsweise die Suche nach bestimmten Begriffen.

Durch die Umleitung konnte jedoch der Eindruck entstehen, man drehe der chinesischen Regierung eine virtuelle Nase. Schließlich wurde der Schritt von Google damit begründet, dass so die mit der Lizenzvergabe verbundene Zensurforderung umgangen wird. Der freiwilligen Zensur hatte man abgeschworen, nachdem Hinweise auf chinesische Hacker-Angriffe bei Google bekannt geworden waren.

Mit der neuen Lösung, die in den nächsten Tagen umgesetzt werden soll, bliebe Google immer noch von der Zwangszensur verschont. Dafür hätte die Regierung die Genugtuung, Google wieder unter ihre Fittiche gebracht zu haben. Vor allem aber wäre der Konflikt mit einem Sieg der Regierung beendet, der Google gleichzeitig nicht das Gesicht verlieren lässt.

Wirklich geändert hat sich dabei im Grunde gar nichts. Google leitet weiter nach Google Hongkong um und bezieht von dort gefilterte Ergebnisse, ohne selbst den Index filtern zu müssen. Doch während das vorher als staatsfeindlicher Akt interpretiert werden konnte, steht jetzt wieder eine behördliche Genehmigung in Aussicht.

 

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