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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Die 400+ Millionen Online-Chinesen sind wohl zumindest zum Teil in der Lager, solche technische Hürden zu überwinden. Was auch nicht sehr wundert, wenn man bedenkt, wozu mittelmäßig begabte mitteleuropäische Teenager in der Lager sind. Doch der chinesische Bericht zitiert laut AP auch namentlich nicht genannte US-Vertreter, die soziale Netzwerke als "unschätzbare Werkzeuge" bezeichnen, mit denen sich fremde Regierungen stürzen lassen. Das klingt schon wesentlich bedrohlicher.

Allerdings sollte man bedenken, dass Meldungen dieser Art Teil der täglichen Auseinandersetzung zwischen China und den USA (sowie EU) ist, und dass diese Auseinandersetzung sich auf den verschiedensten Ebenen äußert. Die Meldung über die Gefahren sozialer Netzwerke mag eine aktuelle Meldung aus diesem Spannungsfeld sein.

Aber erst gestern berichtete die FAZ beispielsweise über Chinas Plan, das Monopol auf dem Markt der Lanthaniden auszuüben und bis zum Jahr 2015 alle Exporte der wichtigen Seltenen Erden zu stoppen. Eine Drohung, die gerade die High Tech-Branche in Aufregung versetzen sollte und die bereits die Welthandelsorganisation beschäftigt.

Die Time dagegen berichtete ebenfalls gestern über die für China sicher überraschende Stationierung von 462 Tomahawk-Raketen der USA praktisch vor der pazifischen Haustür. Gemeint ist das fast zeitgleiche Auftauchen dreier U-Boote der Ohio-Klasse auf den Philippinen, in Südkorea sowie auf dem britischen Atoll Diego Garcia im Indischen Ozean. Die USA bezeichnen diese auf einen Tag konzentrierte Macht-Demonstration als Koinzidenz. Doch tatsächlich dürfte es sich um das Verschieben eines Bauern auf dem globalen Schachbrett handeln. Auch die Verdammung von Facebook und Co. durch die Chinesen spielt auf diesem Spielbrett sicher eine Rolle. Sie dürfte allerdings stark untergeordneter Natur sein.

 

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