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15. Juli 2010
Dabei wird die Angelegenheit mit jedem Detail, das ans Tageslicht kommt, interessanter. Die Geschichte des Whistleblowers Thomas Drake, der sich nun vor Gericht verantworten muss, beginnt genau am 11. September 2001. Am Tag der Terroranschläge sollte der bisher für die Prüfung Bewertung von Software zuständige NSA-Mitarbeiter in eine leitende Position aufsteigen. In dieser Position konnte er dann auch beurteilen, welchen Effekt die Anordnung des damaligen Präsidenten hatte.
Die von Bush befohlene Überwachung brachte es mit sich, dass das bisher schon in Betrieb befindliche Data Mining-Programm "ThinThread" durch eine andere Software-Lösung ersetzt wurde. Dieses Programm, "Trailblazer", stand im Ruf, größere Datenmengen verarbeiten zu können. Doch zugleich verzichtete es auf eine wichtige Komponente von ThinThread. Die Daten wurden von Trailblazer nicht verschlüsselt und damit ging eine zur Aufrechterhaltung des Datenschutzes notwendige Komponente verloren.
Drake informierte zunächst seine Vorgesetzten über das Problem, weil er die rechtliche Problematik erkannte. Ihm war aber auch aufgefallen, dass die Arbeitsweise von Trailblazer weniger effizient war, obwohl die Software mit 1,2 Milliarden Dollar rund zehnmal teurer war als Thinthread. Doch seine Vorgesetzten interessierten sich nicht dafür. Sie behaupten heute, Drake habe sie nie darauf angesprochen. Dafür bestätigen andere Zeugen Drakes Darstellung.
Nachdem der interne Beschwerdeweg sich als aussichtslos erwies, versuchte der NSA-Mann dann den Weg über die Politik. Doch seine Kontaktperson, eine Mitarbeiterin der republikanischen Partei, konnte ebenfalls nichts ausrichten. Schließlich wandte er sich vertraulich an einen Journalisten, mit dem über ein Jahr anonymisiert kommunizierte, bis er sich zu erkennen gab.
Doch wegen dieser und anderer Pressekontakte - z.B. mit der New York Times - soll sich Drake nun wegen "Spionage" verantworten. Bis zu 35 Jahre Haft könnte das maximal für ihn bedeuten. Dabei wurde die Möglichkeit, Whistleblower, Journalisten und andere "Lecks" durch Anti-Spionage-Gesetze zu bestrafen, nach Darstellung Daily Kos einst von Neokonservativen ausgeheckt. Doch genutzt wird diese Möglichkeit nun unter einem liberalen Präsidenten.
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