Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
20. Juli 2010
In den genannten drei Monaten wurden demnach pro 100 Hardcover-Büchern jeweils 143 digitale Bücher verkauft. In den letzten vier Wochen sollen es dann sogar 180 Kindle-Bücher pro 100 normaler Verkäufe gewesen sein. Dabei ist das Buchangebot an digitalen Büchern mit 630.000 Werken immer noch deutlich geringer als das Angebot an gedruckten Büchern.
Und es lässt sich auch schlecht einschätzen, wie viele Lesegeräte überhaupt auf dem Markt existieren. Nach der letzten Preissenkung des Kindle von 259 Dollar auf 189 Dollar sollen sich die Verkaufszahlen zwar verdreifacht haben. Eine absolute Zahlenangabe macht Amazon allerdings nicht. Im vergangenen Jahr schätzten Insider die Zahl der verkauften Kindle-Geräte auf 3 Millionen. Doch dem widersprachen andere Schätzungen, die eher von knapp 1,5 Millionen verkaufter Geräte ausgehen. Was im Grunde lächerliche Zahlen sind, wenn man bedenkt, dass Apple schon in den ersten drei Wochen über 3 Millionen iPads verkauft hat.
Doch das Kindle-Konzept ist eben nicht nur als Hardware-Projekt zu sehen, sondern auch als Software-Plattform. Die bei Amazon gekauften digitalen Bücher können auch auf Windows- oder OS X-Rechnern gelesen werden, sowie auf Android-Geräten, dem Blackberry oder auch dem iPhone. Damit wird die aktuelle Entwicklung bei den Buchverkäufen immerhin etwas verständlicher. Wenngleich man dennoch überrascht ist, wie schnell die Buchleser auf das angeblich so sinnliche Erlebnis von bedrucktem, totem Holz verzichten können.
Update: Die Angaben Amazons beziehen sich nur auf Hardcover-Bücher und schließen die Verkäufe der günstigeren Paperbacks aus. Der Beitrag wurde entsprechend ergänzt. Die Amazon-Zahlen enthalten übrigens auch keine Angaben zur Zahl der gemeinfreien Bücher. Diese sind größtenteils kostenfrei als Download erhältlich und wurden nicht berücksichtigt.
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