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26. Juli 2010
Wikileaks hat es sich zum Ziel gesetzt, mit der Veröffentlichung der Dokumente mehr Transparenz zu schaffen sowie unethisches Verhalten von Regierungen und Organisationen aufzudecken. Doch zugleich soll vermieden werden, Menschenleben zu gefährden und militärische Operationen zu gefährden. Daher wurden 15.000 Dokumente zurückgehalten, um sie erst einmal genauer zu überprüfen und gegebenenfalls zu schwärzen.
Da Wikileaks vermutlich alleine nicht in der Lage wäre, Abertausende Dokumente zu sichten und zu analysieren, wurden die Schreiben vorab drei Medien zur Verfügung gestellt, der New York Times, dem Guardian und dem Spiegel. Jede dieser Publikationen sollte für sich die Informationen verarbeiten. Ein geschickter Schachzug, denn so konnte gleichzeitig eine größere Öffentlichkeit für die Wikileaks-Veröffentlichung geschaffen werden.
Die Frage ist jetzt nur, welche Schlüsse die Medien aus diesen Papieren ziehen. Der offenbar in vielen Dokumenten erwähnte Umstand, dass die Kampfhandlungen zu vielen unbeabsichtigten zivilen Opfer führen, überrascht wenig und ist auch schwer falsch zu interpretieren. Hier scheinen die Wikileaks-Dokumente jedoch viele Hinweise zu liefern, dass gerade US-Streitkräfte dazu neigen, die Opfer als Taliban zu bezeichnen, oder die Zahl der Opfer zu niedrig anzugeben.
Doch wie sieht es mit anderen Dokumenten aus, die etwa auf Geheimdienstaktivitäten beruhen? Der Spiegel beispielsweise erkennt aufgrund der Wikileaks-Papiere in Pakistan ein massives Problem: "Es ist Verbündeter der USA und Helfer ihrer Feinde. Dafür scheint es nun viele neue Belege zu geben. In den Dokumenten wird deutlich, dass der pakistanische Geheimdienst der vermutlich wichtigste außerafghanische Helfer der Taliban ist".
Der Guardian, der die gleiche Informationsgrundlage hat, kommt zu einer anderen Einschätzung. Dort heißt es, dass 180 nachrichtendienstliche Dokumente den Vorwurf enthalten, der pakistanische Geheimdienst ISI (Inter-Services Intelligence) unterstütze und bewaffne die Aufständischen in Afghanistan und bilde sie aus. Doch zugleich wird die Glaubwürdigkeit der Dokumente in Frage gestellt: "Viele der nachrichtendienstlichen Informationen sind nicht verifizierbar, inkonsistent oder augenscheinlich fabriziert".
Wie es weiter heißt, gehen einige der Informationen auf den afghanischen Geheimdienst NDS zurück, bei dem man eine gewisse Feindseligkeit gegenüber den pakistanischen Kollegen pflegt. Ein vom Guardian befragter US-Offizier im Ruhestand hält die meisten Informationen für nutzlos. Auch wenn er es für denkbar hält, dass hinter allen diesen Geschichten ein Funken Wahrheit steckt. Wie wird es gelingen, in 90.000 Dokumenten die Wahrheit zu finden?
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