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Die Antworten sind mehr oder weniger überraschend. Fast zwei Drittel (63%) der mehr fast 1.100 befragten Computer-Nutzer weltweit halten es für akzeptabel, wenn ihr eigenes Land zu Hacker-Methoden greift, oder beispielsweise zu Spionage-Zwecken Malware verbreitet. 40% meinen zwar, das sei nur in Kriegszeiten zulässig. Doch 23% sehen ihr Land auch im Frieden zu solchen Maßnahmen ermächtigt.

Allerdings machen die Befragten wohl feine Unterschiede zwischen staatlichen und privatwirtschaftlichen Interessen, denn Hacks, Spionage und Malware-Installationen bei ausländischen Firmen zur Erlangung eines wirtschaftlichen Vorteils werden von der Mehrheit (68%) abgelehnt. Selbst in Kriegszeiten würden das nur 23% unterstützen. Immerhin 9% halten es aber auch in Friedenszeiten für legitim.

Auch bei der konkreten Frage nach der Zulässigkeit von DDoS-Attacken auf ausländische Web Sites, etwa zur Störung der Kommunikation, oder der finanziellen Systeme zeigt sich eine radikale Minderheit (7%) bereit, in Friedenszeiten zu solchen Waffen zu greifen. Fast die Hälfte (49%) hielte das zwar nur im Krieg für zulässig. Doch insgesamt wären damit 51% bereit, zu "unfairen" Waffen zu greifen, um dem eigenen Land Vorteile zu verschaffen.

Die virtuelle Kriegsführung kann man damit fast schon als gesellschaftlich akzeptiert bezeichnen. Und man kann davon ausgehen, dass bei Militärs noch weitaus eindeutigere Ansichten bestehen. Vor allem kann man sicher sein, dass jenen, die ständig von den Gefahren des virtuellen Krieges sprechen, die Vorteile desselben nur zu gut bekannt sind.


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