Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
11. August 2010
Eine offizielle Bestätigung dieses Berichts gibt es nicht. RIM verweigert jede Auskunft und verweist auf die zuvor getroffene Feststellung, dass man keiner Regierung eines Landes etwas gewähren werde, was man nicht auch anderen Nationen angeboten habe. Eine gefährliche Aussage, sollte sich der Reuters-Bericht bewahrheiten. Denn dann wäre RIM auch an allen möglichen anderen Fronten zum Rückzug gezwungen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate verlangen Zugangsmöglichkeiten für Ermittler zur Messenger-, Mail- und Web-Nutzung, Indonesien will eigene Blackberry-Server, Indien verlangt unverschlüsselten Zugang zur Sprachtelefonie, um nur einige der Begehren zu nennen. Sollte Saudi Arabien also wirklich Zugeständnisse erhalten, wird RIM sich auch anderen Ländern gegenüber nachgiebig zeigen müssen.
Eine Bestätigung der Saudis zum Inhalt der Reuters-Meldung liegt bisher zwar nicht vor. Doch ein Sprecher der saudischen Aufsichtsbehörde für Telekommunikation spricht zumindest von "positiven Entwicklungen", die eine für Freitag angekündigte Sperrung des Dienstes überflüssig machen. Für die überwiegend privaten Nutzer des Blackberry sicher keine gute Nachricht. Denn das in westlichen Ländern eher geschäftlich genutzte System hat sich in Saudi Arabien als sicheres Kommunikationsmedium bewährt.
Für den Blackberry Messenger wird das wohl nicht mehr lange gelten. Und in Indien deutet sich bereits an, dass die Regierung nach über einem Jahr des Streits auch eine Sperrandrohung verkünden wird. Während man sich in westlichen Ländern zunehmend fragt, ob RIM nicht vielleicht doch schon früher den Forderungen bestimmter Staaten beziehungsweise Geheimdienste gebeugt hat. Von einer Sperrandrohung aus den USA oder Großbritannien war bis jetzt jedenfalls noch nie zu hören.
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