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13. August 2010
Derweil hat die Journalisten-Organisation Reporter ohne Grenzen einen offenen Brief an Assange veröffentlicht und dessen Wirken scharf kritisiert. Die Veröffentlichung von hunderten von Namen afghanischer Kollaborateure sei "hochgradig gefährlich". Es sei nicht schwer für die Taliban oder andere bewaffnete Gruppen, auf dieser Grundlage Todeslisten zu erstellen.
Das Schreiben weist auch darauf hin, dass journalistische Arbeit Verantwortung bedeutet, und dazu auch die Selektion von Informationen gehört. Das Argument, Wikileaks sei keine journalistische Einrichtung, lässt der offene Brief nicht gelten. Wikileaks sei ein Informationskanal und müsse damit die gleiche Verantwortung übernehmen, wie andere Medien.
Assanges Kommentar zu dem Schreiben folgt in einem
Tweet "Reporter ohne Tatsachenprüfung Washington Washington hat eine
idiotische Stellungnahme abgesetzt, die auf einem Haufen Zitate beruht,
die wir nicht gemacht haben". Was allerdings falsch ist, denn die von
der Organisation wiedergegebenen Zitate findet man teilweise sogar auf
den Wikileaks-Seiten selbst wieder.
Die Einordnung der Whistleblower-Organisation wird damit nicht einfacher. Die Kritik von Reporter ohne Grenzen hat sicher Hand und Fuß. Aus Sicht von Wikileaks und seiner Befürworter bleibtaber das Gegenargument, dass es die Presse, die den beschriebenen Grundsätzen der Verantwortlichkeit folgt, oftmals gar nicht gibt. Gerade die US-Presse der Regierungszeit Bush war ein blamables Beispiel dafür. Sie ließ sich etwa instrumentaliseren, um einen Krieg gegen den Irak zu rechtfertigen, obwohl der Zusammenhang mit den Terroranschlägen 2001 konstruiert war.
Wenn Assange auf solche Vorhaltungenvoller Zorn reagiert, ist vor diesem Hintergrund nachvollziehbar. Denn nicht Wikileaks ist für die zahllosen zivilen Opfer im Irak und Afghanistan verantwortlich, sondern in erster Linie das US-Militär, die Koaltionsmächte und auch die Presse, die sich in den traurigsten Tagen des Journalismus sogar in die Truppen "einbetten" ließ.
Nichtsdestotrotz bedeutet die schonungslose Offenheit, mit der jetzt die Dokumente veröffentlicht wurden, für sich auch wieder eine Fehlhandlung. Wenn wirklich zivile Helfer durch die Dokumente gefährdet wurden, war ihre unbearbeitete Publikation ein Fehler. Daran ändert sich auch nichts, wenn man nun dem Militär und den Hilfsorganisationen vorwirft, die Mithilfe bei der Redaktion verweigert zu haben.
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