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16. August 2010
Große Probleme hat RIM zur Zeit in Indien, wo die gesetzliche Situation einen Zugang zu den Inhalten etwa der Unternehmens-Mail verlangt. Das ist nicht erst seit heute so, denn schon im vergangenen Jahr wurden entsprechende Forderungen gestellt. Doch zur Zeit spitzt sich der Konflikt zu, soweit man das erkennen kann. Wobei es schwierig ist, die Situation verlässlich einzuschätzen, da die offiziellen Verlautbarungen oberflächlich bleiben und die meisten Berichte etwa des Wall Street Journals sich auf anonyme Gesprächsteilnehmer stützen - deren Motivation schwer einzuschätzen ist.
Eines ist jedoch klar: Indiens Regierung hat letzten Donnerstag ein Ultimatum gestellt: Entweder RIM macht den Sicherheitsbehörden die beiden Dienste "Blackberry Enterprise Service" (BES) und "Blackberry Messenger Service" (BMS) bis zum 31. August zugänglich, oder die Regierung wird erwägen, die Blackberry-Kommunikation zu blockieren.
Von den anonymen Informanten des Finanzblattes heißt es dazu, RIM habe nach einiger "Überzeugungsarbeit" eingewilligt, den Behörden Meta-Informationen (Sender, Empfänger, Uhrzeit) der verschlüsselten Mails (BES) zu überlassen. Aber es ist die Frage, ob diese Angabe alle Mails betrifft, oder ob damit nur die Mails gemeint sind, die den Unternehmens-Server verlassen und unverschlüsselt zum Empfänger gelangen.
Denn es scheint neben grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten in Ländern wie Indien und Saudi-Arabien auch ein allgemeines Kommunikationsproblem zu geben. Das hat RIMs "co-CEO" Michael Lazaridis zum Ausdruck gebracht, als er neulich meinte, dass viele Regierungen, mit denen sein Unternehmen zu tun hat, nur über geringes Technik-Wissen verfügen, "wir arbeiten mit diesen Ländern, um sie zu unterrichten".
Die Schüler zeigen sich dabei vielleicht gelehriger, als es RIM lieb sein könnte, denn es gibt wohl einen regen Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Regierungen, bei dem man sich gegenseitig über die jeweiligen Verhandlungserfolge informiert. Auch scheint bei vielen Regierungen hartnäckig die Überzeugung vorzuherrschen, dass RIM "anderen Regierungen" die Zugänge ermöglicht, die man ihnen verwehrt.
Daher sah sich das Unternehmen in der vergangenen Woche zum wiederholten Male gezwungen, eines ganz deutlich zu sagen: "Es gibt keine Änderungen an der Sicherheitsarchitektur für die Kunden des BlackBerry Enterprise Server, denn - entgegen anderslautender Gerüchte - ist die (BES-) Sicherheitsarchitektur rund um die Welt gleich und RIM hat wahrhaftig keine Möglichkeit, die Schlüssel seiner Kunden herauszugeben".
Dabei wird es auch bleiben müssen, wenn RIM keine Kunden verlieren möchte. Wobei der Image-Schaden jetzt schon nicht unbeträchtlich sein dürfte, nachdem die indische Regierung erklärt hat, dass Sprachtelefonie, SMS und BIS (Blackberry Internet Service) den Ermittlungsbehörden bereits zugänglich gemacht wird. Das dürfte insbesondere die arabische Jugend, die den Blackberry für die sichere private Kommunikation nutzt, kaum beruhigen.
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