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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Auch bei den iAds scheint Apple-Chef Steve Jobs seinem außerordentlich großen Kontrollbedürfnis freien Lauf gelassen zu haben. Apple versteht sein System sich nicht nur als reinen Werbeträger, sondern will am gesamten Prozess beteiligt sein. Das beginnt schon damit, dass das Unternehmen am kreativen Prozess partizipiert und das von den beauftragten Agenturen gelieferte Material kontrolliert. Erst dann, wenn die Werbeidee in ein für Apple akzeptables Konzept überführt wurde, beginnt die Umsetzung in eine Anzeige - bei Apple.

Das bedeutet in der Praxis, dass die Agenturen oftmals nicht einmal wissen, welche Möglichkeiten ihnen HTML 5 bietet, denn ihre Rolle ist die eines reinen Zulieferers. Ein weiteres Problem ist es, dass durch diese Arbeitsteilung weitere Verzögerungen eingeplant werden müssen, obwohl es schon jetzt über 10 Wochen dauern kann, bis eine Kampagne umgesetzt werden kann.

Diese Verzögerungen erklären sicher auch, wieso von den 17 Partnerunternehmen, von denen Apple eingangs sprach, bisher nur fünf wirklich Werbung auf den iPhones schalten. Drei davon haben dabei gerade erst damit begonnen. Einer der Partner soll inzwischen sogar schon wieder abgesprungen sein. Die Erfahrungen bei Nissan, einem der ersten iAds-Kunden, sind dafür ausgesprochen gut. Von einer Klickrate ist die Rede, die fünfmal über der einer normalen Online-Kampagne liegt. Doch das kann auch damit zu tun haben, dass die Anzeigen noch den Reiz des Neuen ausstrahlen.

Möglicherweise werden die Klickraten in den kommenden Monaten etwas sinken, wenn die Zahl der Werbekunden beziehungsweise Anzeigen steigt. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Apple inzwischen sogar schon für seine Entwickler ein eigenes Programm gestartet. Bei diesem "iAd for Developers" sollen die Entwickler mit statischen Werbe-Bannern für ihre eigenen Apps werben. Sobald ein Benutzer darauf klickt, wird die Anwendung geladen. Gleichzeitig werden bei dem werbenden Entwickler 0,25 Dollar für den Click-thru fällig. Die Partnerunternehmen sollen sogar 2 Dollar pro Click-thru zahlen. Wie lange sie es unter diesen Bedingungen wohl tun?

 

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