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24. August 2010
Kein Mensch außer den Beteiligten weiß, was wirklich geschehen ist. Und selbst diese Personen entwickeln oft unterschiedliche Erinnerungen an die Ereignisse. Im Fall der Vorwürfe gegen Assange scheint es nach Angaben des Guardian um zwei Frauen aus Schweden zu gehen, die am vergangenen Freitag gemeinsam die Polizei aufsuchten, um sich über sexuelle Angriffe des Wikileaks-Gründers zu beschweren.
Beide Frauen gaben dabei an, eine sexuelle Beziehung zu Assange auf einvernehmlicher Basis gehabt zu haben. Doch beide Frauen wollen dabei einen nicht-einvernehmlichen Vorfall wahrgenommen haben. Eine der beiden Frauen wirft Assange eine Belästigung vor, beziehungsweise einen Missbrauch. Das soll am 14. August stattgefunden haben. Drei Tage später soll Assange die zweite Frau vergewaltigt haben. Beide Frauen sollen vor ihrem Gang zur Polizei von Assange einen Gesundheits-Check verlangt haben, um sich "zu vergewissern". Die zweite Frau suchte am Tag vor dem Gang zur Polizei selbst einen Arzt auf.
Beide Frauen hatten, wie es weiter heißt, zunächst kein Interesse an einer Strafverfolgung. Doch die zweite Frau wollte der Polizei den Vorfall immerhin zur Kenntnis bringen. Die erste Frau erklärte in einem Interview mit dem Aftonbladet weiter, keine Angst vor Assange zu haben, und dass er nicht gewalttätig sei. Sie bestätigt aber auch die vorherigen Aussagen der zweiten Frau, wenn sie meint, dass "was in beiden Fällen als einvernehmlicher Sex begann, in eine Tätlichkeit überging".
Der so Verdächtigte wurde bisher noch nicht einmal zu der Tat vernommen - sieht man von Interviews mit diversen Medien ab. Assange bleibt dabei, dass ihn der zeitliche Zusammenhang zwischen den Vorwürfen und der Veröffentlichung der Afghanistan Logs "verstört", und dass er eine Verleumdungskampagne hinter den Vorwürfen vermutet.
Dafür sprach zunächst, dass ein recht schnell ergangener Haftbefehl schon am Samstag wieder aufgehoben wurde - nachdem die Staatsanwaltschaft weitere Informationen erhalten hatte. Doch das alles hinterlässt kein klares Bild. Und dieses klare Bild zu erhalten, wäre schon wichtig, um Wikileaks und seinen Sprecher beziehungsweise seinen Gründer beurteilen zu können.
Dessen Sexualleben hat zwar mit seinen Aktivitäten als
Whistleblower nichts zu tun. Doch ein Gewaltverbrechen würde den
entschiedenen Pazifisten unglaubwürdig machen. Die Frage ist daher nun,
ob sich die Vorwürfe der beiden Frauen gegen ihn ausräumen lassen. Doch
es ist leider ein weiteres Merkmal solcher Fälle, dass eine eindeutige
Aufklärung meist gar nicht möglich ist.
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