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02. September 2010
Über Apple TV waren bereits viele Informationen an die Öffentlichkeit gedrungen. Bekannt war beispielsweise schon, dass das Gerät sehr viel kleiner ist als die bisherige Version, und dass der Preis für das Gerät auf 99 Dollar (bzw. 119 Euro) gesenkt wird. Ebenfalls bekannt war, dass Apple "Leihfilme" als Stream anbieten wird, wobei in Deutschland Preise "ab 3,99 Euro" für HD-Filme angegeben werden. HD bei Apple bedeutet übrigens eine vertikale Auflösung von 720 Linien (720p), denn das in Europa gebräuchliche HDTV-Format mit 1080p würde vermutlich die in vielen Haushalten zur Verfügung stehende Bandbreite überfordern.
Allerdings gilt das nur für die als Stream bezogenen Filme, beziehungsweise für Videos, die etwa als iTunes-Download von einem anderen Apple-Gerät übertragen werden. MPEG-4 Videos, die von Apple TV gezeigt werden sollen, schaffen gerade 640x480 Pixel. Trotz des niedrigen Preises und trotz einiger sinnvoller technischer Features (das iPhone kann als Fernbedienung genutzt werden, die angekündigte Air Play-Übertragung macht den Transfer von iPhone-, iPad- oder iPod-Videos kinderleicht) kann Apple TV dennoch nicht bestechen.
Die Preise für die Videos sind zwar nicht zu hoch, doch man erwirbt anders als beim iTunes Download keine permanenten Rechte. Unverständlich ist auch, wieso man dem Gerät keine Festplatte verpasst, um als digitaler Recorder dienen zu können. Der Nutzen von Apple TV würde damit ungemein gesteigert. Und zwar für den Käufer und nicht nur für die Filmindustrie. Diese Kritik scheint angebracht, denn das ganze Konzept des Apple TV wirkt ein wenig gezwungen.
Möglicherweise sieht sich Apple unter Druck, das bisherige Hobby-Projekt doch etwas ernsthafter an den Markt heranzutragen, da beispielsweise Konkurrent Google diese Nische zu besetzen droht. Doch vor wenigen Monaten noch hat Jobs verlautbart, dass eine kostenpflichtige Settop-Box keine Zukunft hat, weil die Verbraucher es gewohnt sind, diese Geräte kostenlos zu erhalten. Drei Monate später bringt Apple ein Gerät auf den Markt, das 99 Dollar kosten soll und nur zum weiteren Kauf von Filmen dient. Hat sich die Situation des Verbrauchers so schnell so starkt verändert?
Etwas zwanghaft wirken ansonsten auch einige andere der gestern vorgestellten Neuigkeiten. Wozu beispielsweise braucht das neue iPod Nano ein Display mit Multi-Touch Funktionalität? Ist das angesichts der Größe des Geräts wirklich ein Gewinn? Sinnvoller scheint es da schon, dem iPod touch ein Retina Display zu verpassen und für flirtende Teenager die Facetime-Funktion aufzunehmen. Doch geradezu jämmerlich ist es, dass die Kamera des Geräts Standbilder mit nur 960x720 Bildpunkten schafft. Dafür braucht man ganz sicher kein Retina-Display.
Auch eine weitere Neuigkeit wirkt nicht ganz so "cool" beziehungsweise "awesome", wie man es von Apple gewohnt ist: Mit dem neuen iTunes soll eine soziale Komponente Einzu halten, denn über "Ping" können sich die iTunes-Nutzer über ihre jeweiligen Musikgeschmäcker unterhalten. Auf dem Markt der social Networks will Apple also augenscheinlich auch mitreden können.
Doch das könnte auch auf freiwilliger Basis geschehen, wie etwa über Apps oder über eine Website. Stattdessen wird die Zwangsverkaufsstelle iTunes zu diesem Zweck noch einmal ausgebaut. Man bekommt den Eindruck, als ob die Sozialisierung der Apple-Nutzer ebenfalls mit mehr oder weniger sanftem Druck vorangetrieben werden soll.
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