Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
07. September 2010
Eigentlich wollte Consumer Watchdog möglichst viele Menschen dazu bringen, sich an ihre Abgeordneten im US-Kongress zu wenden. Die Verbraucherschützer fordern, dass per Gesetz eine "Do-not-track-me" Liste eingeführt wird. So, wie sich US-Bürger im Fall des Telefon-Marketings auf ("Do-not-call") Listen eintragen können, um sich vor Werbeanrufen zu verwahren, so sollen sie sich auch vor der Verfolgung im Internet schützen können. Wenn man aber den Kommentaren bei YouTube und anderswo Glauben schenkt, dann halten die meisten Rezipienten diese Darstellung Googles für übertrieben.
Wobei allerdings auch die Kritiker zu Übertreibungen neigen. Der Business Insider beispielsweise spricht schon in der Überschrift von einer "verrückten Anti-Google-Gruppe", die man noch dazu selbst beim Schnüffeln ertappt hat. Denn die Website der Kampagne InsideGoogle.com benutzt laut HTML-Quellcode das Analyse-Werkzeug Piwik, das sich selbst als Open Source Alternative zu Google Analytics bezeichnet.
Für diese überzogene Selbstdarstellung der Piwik-Entwickler muss Consumer Watchdog jetzt Prügel beziehen. Piwik analysiert zwar nur die Besucher einer Site und kann nicht wie Google Analytics eine site-übergreifende Beobachtung leisten. Dennoch sieht es nun so aus, als ob die Verbraucherschützer Google etwas verbieten möchten, was sie auf der eigenen Seite für gerechtfertigt halten.
Und
wer weiß, vielleicht sollten die Verantwortlichen bei Consumer Watchdog
wirklich einmal genau überlegen, welche Formen der Beobachtung sie für
gerechtfertigt halten und welche nicht.
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