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09. September 2010
Die Studie, auf die sich diese möglicherweise den Aktienmarkt beeinflussende Aussage stützt, ist nichts anderes als eine Mini-Umfrage - vermutlich auf der Straße durchgeführt - "in Downtown Minneapolis". Befragt wurden 258 Personen, von denen 28% ein beliebiges iPhone besitzen. Immerhin 23 der Befragten (9%) besitzen sogar schon ein iPhone 4G. Die anderen Befragten benutzten Blackberry (30%), Android (9%), Nokia (3%) oder irgend ein ein anderes Gerät (31%).
Bemerkenswert ist hier schon die etwas schräge Verteilung in der Stichprobe, denn laut CNN ging es um "Cell Phone User" und nicht speziell um Smartphones. Doch für eine Stichprobe unter allen Gerätetypen wäre etwa der Nokia-Anteil viel zu gering. Ginge es nur um Smartphones, dann wäre die Rubrik "sonstiges" zu üppig besetzt. Ob diese, noch dazu sehr kleine Stichprobe eine Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse für den US-Markt zulässt, ist daher schon fraglich.
In Frage 3 geht es dann darum, ob die Befragten schon einmal den Kauf eines iPhone 4 erwogen haben ("ja" 40%). Dann wird diese Frage für Android wiederholt ("ja" 29%). Anschließend kommt die entscheidende Filterfrage: "Sind Sie sich irgend welcher Qualitätsprobleme des iPhone 4 bewusst?". Diese Frage beantworten 69% mit "ja", doch ob sie damit auch wirklich das Antennenproblem meinen, bleibt unklar.
Den 177 Personen, die mit "ja" geantwortet haben, wird dann noch die Zusatzfrage gestellt, ob diese Probleme (welche?) die Kaufentscheidung beeinflusst haben. 36 Personen stimmen dieser Frage zu, die restlichen 141 entscheiden sich für die Aussage "nein (andere Probleme, nicht Qualitätsprobleme, z.B. Mobilfunkunternehmen, Kosten)". Danach werden alle Befragten von dem Interview erlöst.
Der Auftraggeber aber schneidert aus diesen Zahlen das Ergebnis, dass 20% der potentiellen iPhone 4G-Käufer sich gegen einen Kauf entscheiden, weil das Gerät ein Antennenproblem hat. Das bedeutet für den Analysten in Zahlen, dass Apple im laufenden Quartal statt der erwarteten 4,4 Millionen Geräte volle 880.000 iPhones weniger verkaufen könnte.
Damit aber nicht genug, heißt es bei Fortune: "Für jeden Befragten, der ein Antennenproblem erkennt, beschwerten sich etwa drei darüber, dass das iPhone nicht mit Verizon genutzt werden kann. Mit anderen Worten, das Nichtvorhandensein des iPhone bei Verizon hält dreimal mehr Kunden vom Kauf ab, als das Antennenproblem".
Derart phantasievolle Auslegungen mangelhaft konzipierter Mini-Umfragen findet man selten. Doch wenn man bei Google News nach der Verwertung dieser Meldung sucht, so findet man fast mehr Folgeberichte, als Menschen in der Studie befragt wurden. In der Fachsprache der Medienanalysten bezeichnet man diesen Effekt als "cool".
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