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Ein in der Sendung vom 11. Oktober anonymisiert gezeigter Mitarbeiter der Caritas in leitender Position wurde aufgrund der vielen im Fernsehen veröffentlichten Hinweise auf seine Identität enttarnt. Der 60jährige hatte im Chat Kontakt zu einer angeblich 13jährigen aufgenommen, verbale Zärtlichkeiten ausgetauscht und sich dann mit ihr in einem Restaurant verabredet, um die Details der Übernachtung zu vereinbaren. Das Video ist beispielsweise bei YouTube aktuell unter den Suchbegriffen"Tatort Internet Xerxes" zu finden.

Der römisch-katholische Arbeitgeber des in dem Video vermeintlich überführten Päderasten hat den Jugenddorfleiter nach der Sendung umgehend zur Rede gestellt und entlassen, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn und der Mann selbst ist von der Bildfläche verschwunden. Nach Einschätzung seiner Familie ist er als suizidgefährdet anzusehen.

Oberflächlich betrachtet bedient der Fall damit wieder einmal alle Klischees: Älterer Mann mit kirchlich-religiösem Hintergrund, der beruflich häufig Kontakt zu Kindern und Jugendlichen hat, ist in Wahrheit ein Wolf im Schafspelz. Er sucht aktiv den Kontakt zu einer Minderjährigen, macht ihr Avancen und sucht augenscheinlich Wege, "mehr" von der Halbwüchsigen zu bekommen. Problematisch daran ist aber zunächst, dass die RTL2-Reporterin den Mann zwar als "pervers" bezeichnet, also moralisch abwertet. Doch es kann ihm (vermutlich) noch kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorgeworfen werden.

Diesem Standpunkt kann man widersprechen und behaupten, die im Film (selektiv) gezeigten Chat-Mitschnitte sowie das Treffen mit der auf jugendlich getrimmten Schauspielerin seien eindeutige Hinweise auf ein beabsichtigtes Fehlverhalten. Doch wenn das so ist, muss den TV-Verantwortlichen die Frage gestellt werden, wieso sie ihre Erkenntnisse über den Mann nicht an die Polizei oder wenigstens an die Caritas weitergeleitet haben.

Denn dort zeigt man sich jetzt zurecht entsetzt, dass diese Informationen zurückgehalten wurden. Immerhin hätte der Mann in seiner Position vielfach Gelegenheit, seine ihm unterstellten Phantasien an den ihm anvertrauten Kindern und Jugendlichen auszuleben. An diesem Punkt knarrt es also bedenklich im Moral-Getriebe der Aufklärungssendung. Aber die hinter der Sendung stehenden und für sie werbenden Hüter der Moral - namentlich die Minister-Gattin Stephanie zu Guttenberg - scheint das nicht zu stören. Offenbar hält man es für geeignet, das gesunde Volksempfinden auf diesem Weg zu formen.

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