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Den Begriff an die Öffentlichkeit getragen hatte das New York Magazine im Frühjahr, wobei das Projekt dort als groß angelegte Strategie zur Bekämpfung Googles dargestellt wurde. Als Teil der Vorgehensweise wurde es dort beschrieben, dass Murdoch schon im vergangenen mit bewusst provokanten Aussagen an die Medien treten sollte. Nicht, um die Rezipienten dieser Medien zu informieren, sondern um die Medienverantwortlichen selbst zu überzeugen. Sie sollten sich nicht weiter dem Druck Googles unterwerfen, ihre Inhalte dem News Aggregator kostenlos zu überlassen, um im Gegenzug darauf zu hoffen, dass Google News ihnen die notwendigen Besucherzahlen für einen profitablen Geschäftsbetrieb verschafft.

Dieses Vorgehen Googles wurde von Murdoch unzweideutig als Diebstahl charakterisiert. Doch was das konkrete Ziel von Alesia war, ist damit noch nicht geklärt. Um etwas mehr als eine bloße Strategie dürfte es sich schon gehandelt haben, denn immerhin sollen schon 20 Millionen Pfund (22,6 Mio Euro) in das Projekt geflossen sein. Das Wall Street Journal nennt den Aufbau eines "digital newsstand" als Ziel. Demnach wäre es bei Alesia darum gegangen, insbesondere für iPad- beziehungsweise Tablet-Nutzer allgemein eine Verkaufsoberfläche zu schaffen. Doch das scheint wenig sinnvoll, zumal Alesia schon bestanden haben soll, als das iPad noch Spekulationsobjekt der Medienberichte war.

Realistischer scheint da schon die Darstellung von Brand Republic. Das britische Branchenmagazin hat über die Aufgabe der Alesia-Pläne zuerst berichtet und spricht dabei von einem eigenen News Aggregator, den Murdoch geplant hat. Das Magazin widerspricht dabei auch der Darstellung, wonach das Vorhaben gescheitert sei, weil zu wenige Publikationen sich daran beteiligen wollten. Diese Darstellung wird dagegen im Wall Street Journal vertreten, wo von einer nicht erreichten "kritischen Masse" die Rede ist.

Laut Brand Republic sind vielmehr die Kosten des Projekts aus dem Ruder gelaufen - immerhin sollen schon vor dem Start 100 Menschen damit beschäftigt gewesen sein. Ein geplanter News Aggregator könnte jedenfalls erklären, wieso sich Murdoch für den Projektnamen Alesia entschieden hat.

Diese von Julius Cäsar gewonnene Kesselschlacht, bei der er die gallische Stadt Alesia (Wikipedia) umzäunte und belagerte, sich selbst aber auch mit einem Zaun vor weiteren Galliern schützen musste, könnte die Situation eines Aggregators recht gut beschreiben. Denn der Murdoch'sche Aggregator müsste Google News belagern und dem "Schmarotzer" den News-Nachschub abschneiden. Zugleich müsste der Aggregator sich der von außen anstürmenden Blogger sowie anderer "Diebe" erwehren und sie vom Zugang zu Googles News sowie den eigenen Nachrichten abhalten.

Cäsar konnte seine Schlacht nur knapp gewinnen. Murdoch scheint sie verloren zu haben. Doch der Schein kann trügen. Nach wie besteht die Option, Google den Zugang zu den Murdoch-Medien zu verwehren und stattdessen nur beispielsweise Microsoft Bing den Zugang zu erlauben. Es müsste nur gelingen, Microsoft vom Wert dieses Deals zu überzeugen.

 

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