Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
29. Oktober 2010
Bis dahin soll RIM eine Lösung auf den Tisch legen, mit der die Forderungen nach Zugang zur verschlüsselten Kommunikation befriedigt werden. Die ständigen Drohungen der indischen Regierung und die daraus abgeleiteten Schlagzeilen der Nachrichtenagenturen und Medien könnte man als Zeichen der Schwäche der indischen Regierung interpretieren. Immerhin läuft dieses Spiel nun schon seit mindestens Anfang 2008.
Doch für RIM bedeutet auch die neuerliche Fristaufschiebung keinen echten Sieg. Indien ist einer der größten Wachstumsmärkte für den Smartphone-Hersteller und sollte die indische Regierung ihre Drohung eines Verbots infolge mangelnder Überwachungsmöglichkeiten auch nur im Ansatz wahrmachen, wird eine ganze Reihe anderer Länder diesem Beispiel folgen.
Die Drohungen der Vereinigten arabischen Emirate im Sommer folgte so den neuen Forderungen der Inder und wurden wieder aufgehoben, nachdem der Druck aus Indien nachließ. Man kann annehmen, dass die Regierungen dieser Länder sich ebenfalls in einem Interessenkonflikt befinden. Einerseits bedeutet die Verschlüsselung der Blackberry-Dienste für die Strafverfolger und Terroristenjäger ein Sicherheitsrisiko, eine schwarze Box. Was besonders ärgerlich ist, da weiterhin gemunkelt wird, dass die USA Zugriff auf die unverschlüsselte Kommunikation nehmen können.
Andererseits sind die Blackberry-Geräte in Indien so beliebt wie in den Emiraten. Maßnahmen gegen die Telefone sind also unpopulär. Doch unpopuläre Entscheidungen sind etwas anders als die existentielle Gefährdung, vor der RIM fortwährend steht. Vieles spricht dafür, dass die gute Geschäftsentwicklung der letzten Jahre viel mit den guten Ergebnissen gerade in Indien zu tun hat.
Sobald die Inder ihre Drohungen umsetzen und zu drastischen Maßnahmen wie einer Sperre der Blackberry-Dienste greifen, wäre das ein schwerer Schlag für RIM. Ein Nachgeben wiederum würde die Verhandlungsposition des Unternehmens auch in anderen Ländern schwächen und es würde den wichtigsten Vorteil für den Einsatz der Geräte gerade im geschäftlichen Umfeld zunichte machen.
Ein Dilemma für RIM, das nun in Indien schon wieder in die Verlängerung geht und für das sich in den USA eine weitere Gefährdung ankündigt. Denn auch dort wird geplant, die verschlüsselte Kommunikation für die Ermittler zugänglich zu machen
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