Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
15. November 2010
Am Samstag berichtete die Nachrichtenagentur AP über eine von Saudi-Arabien verhängte Sperre Facebooks. Ein Vertreter der saudischen "Communications and Information Technology Commission", der lieber anoynm bleiben wollte, wurde von AP zitiert. Seinen Angaben nach hatte Facebook "eine Grenze überschritten", gehe nicht mit den konservativen Wertvorstellungen des Landes konform. Gleichzeitig gab er aber zu verstehen, dass die Sperre nur kurzfristig sei.
Heute nun erklärt ein anderer CITC-Sprecher in ITP.net, einem Technologie-Magazn für den Nahen Osten, es habe sich um einen versehentlichen Fehler gehandelt. Der Ausfall habe auch nur Teile des Landes betroffen.
Was man von diesen widersprüchlichen Angaben halten soll, ist fraglich. Sperren einzelner Websites sind in Saudi-Arabien keineswegs ungewöhnlich. Allerdings gilt Facebook in den arabischen Ländern als sehr erfolgreich und beliebt. Von den 8 Millionen Einwohnern der Vereinigten Arabischen Emiraten sollen beispielsweise 2 Millionen bei Facebook vertreten sein. Mohammad Bin Rashid Al Maktoum, Vize-Präsident der VAE und Herrscher von Dubai, gilt als einer der eifrigsten Facebook-Nutzer unter den Staatenlenkern weltweit.
Bei so viel Popularität, die sicher auch in Saudi-Arabien vorzufinden ist, wäre eine Facebook-Sperre kaum durchsetzbar. Es sei denn, jemand hätte die Sperre tatsächlich versehentlich oder auch eigenmächtig angeordnet.
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