Räucherstäbchen bei indilaya.de
Indische und tibetische Räucherstäbchen, Räucherkegel, Dhoop Sticks, Räucherwerk, Zubehör und vieles mehr...
16. November 2010
Microsoft hat dieser Aussage zwar umgehend widersprochen und erklärt, das weder XBox 360 noch XBox 360 Live die von Kinect aufgezeichneten Informationen für Werbezwecke benutzen. Doch was Dennis Durkin, finanzieller und operativer Leiter der MS-Abteilung "Interactive Entertainment Business" in der vergangenen Woche vor Investoren sagte, bezieht sich auch nicht auf die aktuelle Situation, sondern auf die zukünftige Entwicklung. Durkin sagte laut dem bei Microsoft gespeicherten Transkript:
"Kinect bringt uns tatsächlich eine interessante Möglichkeit (...), denn wenn man davor steht, erkennt Kinect das Gesicht und die Sprache. Wir können also basierend auf der Erkennung der Person bestimmen, welcher Content geliefert wird. So kann ihre Frau in der Zukunft andere Inhalte erhalten als sie, denn wir haben ein schlaues Gerät, das weiß, dass ihre Präferenzen andere sind, als die ihrer Frau.
Und mit der Zeit wird uns das bei der Bestimmung helfen, welche Content-Auswahl wir präsentieren, welche Werbung wir präsentieren, wie wir besseres Feedback bekommen. Auch Daten, wie viele Personen im Zimmer sind, wenn Werbung gezeigt wird, wie viele Personen im Raum sind, wenn ein Spiel gespielt wird, und wie sich diese Personen auf das Spiel einlassen. Gehen sie bei Sportübertragungen mit? Springen sie auf? Sind sie aufgeregt? Tragen sie Hemden der Giants? Nach letztem Wochenende bin ich sicher, dass sie Hemden der Giants tragen werden. Aber das ist die Art von Dingen, (die man erhält,) wenn man diese neuen Sensoren in die Gleichung einbezieht, da gibt es eine Menge neuer Geschäftsmöglichkeiten" (sinngemäß übersetzt).

Missverständlich ist das eigentlich nicht. Und auch wenn es sich nicht mit Microsofts offizieller Politik deckt, so ist doch ein Gedanke, der von Verantwortlichen des Unternehmens wie Durkin ernstlich ins Auge gefasst wird.
Das ist sogar aus einem bestimmten Blickwinkel nachvollziehbar. Wer wie Durkin die Entwicklung der letzten Jahre beobachtet hat, der wird Eines festgestellt haben: Datenschutz ist zunächst einmal ein Thema, das die Presse echauffiert, den Verbraucher aber in aller Regel kalt lässt. Verbraucher sind sogar vielfach bereit, ihre Privatsphäre zu lüften, um dafür bessere oder neue Dienste möglichst kostenlos zu erhalten. Und Datenschutz ist auch ein Wert, der sich zur Zeit stark verändert.
Die Grundtendenz, die sich in den letzten Jahren beobachten ließ, ist die eines eher nachlassenden Schutzes der Privatheit. Auch wenn Meldungen wie die über Durkins Äußerungen heute wieder für einen Sturm der Entrüstung sorgen: Schon morgen wäre vermutlich ein beträchtlicher Teil der Anwender bereit, ein kostengünstiges, aber werbetechnisch neugieriges Kinect einem teureren, werbefreien System vorzuziehen.
Links:
| < Neuere | Ältere > |
|---|




