Maßgefertigte Ledergürtel, auch XXXXL
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08. Dezember 2010
Probleme dieser Art gab es in der Verhangenheit schon häufiger, denn Apple hat schon mehrfach Anwendungen gestrichen, weil sie zu viel nacktes Fleisch zeigten. Möglicherweise ist die strenge Kontrolle, die Apple aus finanziellen sicherheitstechnischen und moralischen Gründen über den iTunes Store ausübt, der eigentliche Grund für diese Rigidität. Denn wer Kontrolle ausübt, muss sich auch für das verantwortlich machen lassen, was an Inhalten verbreitet wird. Und es wäre für das US-Unternehmen wenig hilfreich, wenn beispielsweise die evangelikalen Verbraucher in den USA es für die Distribution von unmoralischem Schund verantwortlich machten.
Doch Apples Moral hat ihre Lücken und die bieten Ekstra Bladet einen Punkt, den Hebel anzusetzen. Die Lücke besteht nach Meinung des Boulevard-Blatts darin, dass Apple dem dänischen Boulevard-Blatt verbietet, was es den größeren Sensations-Blättern aus dem Ausland wie "Bild" und "The Sun" genehmigt. Deren iPad-Ausgaben dürfen nämlich die für dieses Genre unvermeidlichen Silikongebirge zeigen. Noch haben die Dänen zwar keine Klage gegen Apple beantragt, sondern nur eine "Kampagne" gegen die "Nanny" aus den USA gestartet. Doch angeblich sind sie bereit, den Streit auch vor den EU-Gerichtshof zu tragen. Die potentielle Wettbewerbsbehinderung würde ein solches Verfahren vielleicht sogar möglich machen. Das gängigere und vor allem schnellere Verfahren wäre allerdings eine Beschwerde bei der EU-Kommission.Das aber sind Feinheiten, denen sich das Boulevard-Blatt vermutlich erst später stellt.
Ob ein anderes dänisches Magazin bei den Wettbewerbshütern die gleichen Chancen hätte, ist wieder eine andere Frage. Dem kleinen dänischen Verlag MediaProvider wurde es nämlich ebenfalls untersagt, eine seiner Publikationen bei iTunes als iPad App einzustellen. Es geht in dem zensierten Magazin allerdings nicht um nackte Frauen. Das künftig alle zwei Monate erscheinende "Android Magasinet" berichtet vielmehr über neue Entwicklungen rund um das Android-Betriebssystem Googles. Und das kann man nicht im App Store gebrauchen, wie man dem Verleger wenig diplomatisch mitgeteilt hat.
Dessen Aussichten, das Magazin bei den iPad-Benutzern an den Mann zu bringen, waren zwar sehr niedrig. Es handelte sich bei seinem Vorstoß vermutlich eher um eine Art Nichtmachbarkeitsbeweis, er wollte an den iTunes-Schwellen scheitern. Schließlich macht es sich für PR-Zwecke nicht schlecht, wenn ein neues Magazin an den Apple-Hürden scheitert. Doch dass sich die Berechenbarkeit des Zensur-Systems so leicht unter Beweis stellen lässt, hätte der Verleger wohl auch nicht vermutet.
Wobei eine andere Erfahrung des Kleinverlegers ganz interessant ist. Der konnte bei einer anderen seiner Publikationen ("Gear") feststellen, dass die Aufnahmeprüfung bei Apple bis zu zwei Wochen dauern kann. Möglicherweise liegt es daran, weil bei diesem Magazin auch ein knapp bekleidetes "Babe" auf dem Titelblatt gezeigt wird. Doch für iPad-Nutzer bedeutet das wohl auch, dass sie wohl keine zu großen Anforderungen an die Aktualität ihrer Magazine stellen dürfen.
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