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16. Dezember 2010
Die Einordnung dieser Expertenmeinung fällt zunächst ein wenig schwer, da die Post ihn nur als Top Computer-Berater Langer aus Hamburg identifiziert. Gemeint ist damit aber vermutlich die Hamburger Langner Communications GmbH, die sich seit Monaten intensiv mit dem Stuxnet-Virus auseinandersetzt und es dabei auch nicht auslässt, das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vorzuführen, das zur Stuxnet-Analyse "eine Hackerbude engagiert", deren Informationen man wiederum besser kostenlos bei Symantec abgerufen hätte.
Langners Angaben gegenüber der Post in geraffter Form: Die Iraner sind in Sachen IT-Sicherheit nicht besonders weit entwickelt und ein Stuxnet-Befall ist schwer zu entfernen. Um ihre Systeme wieder zum Laufen zu bringen, müssen sie wahrscheinlich ihr gesamtes Equipment ersetzen und auch Sorge tragen, dass die Rechner der Zulieferer frei von dem Virus sind.
Hintergrund dieser Einschätzung ist auch der Bericht der internationalen Atombehörde IAEA, die im vergangenen Monat über einen vollen Stopp der iranischen Uran-Anreicherung berichtete. In vielen Berichten wurde das mit dem Stuxnet Virus in Verbindung gebracht, allerdings ist auch Langner auf der eigenen Website vorsichtig, von eindeutigen Beweisen zu sprechen.
Vorsichtig sollte man daher auch mit der Einschätzung sein, das Atom-Programm des Iran sei nun um zwei Jahre verzögert. Der von der IAEA berichtete Stopp soll vermutlich bis zu sieben Tagen gedauert haben und es wird weiter vermutet, dass diese Pause notwendig war, um die Software auf den Kontrollsystemen auszutauschen. Doch wie sich das weiter auf die Uran-Anreicherung ausgewirkt hat, ist reine Spekulation. Genauere Informationen könnte wohl nur der Iran liefern, doch damit ist nicht zu rechnen.
Also werden weiterhin in erster Linie durch Zeitungen wie die Jerusalem Post Hoffnungen oder gar Erfolgsmeldungen verbreitet und Experten wie Langner liefern zwar gut fundierte Informationen, die aber letztendlich auch nur mit ihren Unternehmenszielen in Einklang stehen.
Dennoch lassen diese Informationen Eines vermuten: Die Zukunft der Cyber-Kriege hat gerade erst begonnen und sie hat nichts mit irgend welchen DoS-Angriffen anonymer Demonstranten zu tun. Wenn alle Informationen über Stuxnet zutreffen, dann ist es wahrscheinlicher, dass hier staatliche Stellen mit hoher Kompetenz und mit sicher streng geheimen Unternehmensinformationen arbeiten konnten. Das lässt für die Zukunft einiges erwarten. Aber nicht nur für Atomprogramme islamistischer Regimes.
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