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Die gute Nachrichtenlage beim Blog des Wall Street Journal ist kein Wunder. Sowohl das Finanzblatt als auch MySpace sind Teil von Rupert Murdochs News Corp., dem Online-Arm des Medienkonzerns. Für Murdoch dürfte die Entwicklung bei MySpace allerdings doppelt unangenehm sein. Zum Einen, weil er im Jahr 2005 beim Kauf des Unternehmens 580 Millionen Dollar gezahlt hat, die jetzt kaum mehr erzielbar scheinen. Zum Anderen, weil dieser Misserfolg die Online-Kompetenz seines Unternehmens allgemein in Frage stellt.

Der Australier sieht sich in den letzten Jahren ja als Retter der Print-Medien im Online-Zeitalter, tritt für bezahlte Inhalte im Internet ein, beschimpft Dienste wie Google News als "Parasiten" und wird in wenigen Tagen - voraussichtlich am 19. Januar - zusammen mit Apple-Chef Steve Jobs die erste iPad-only Tageszeitung starten ("The Daily").

Doch bisher ist die Liste seiner Online-Erfolge kurz. Der größte Erfolg dürfte im Wall Street Journal zu sehen sein und den hat sich Murdoch erkauft, ohne danach wesentliche Änderungen einzuführen. Bei MySpace dagegen könnten Neuerungen nach der Übernahme durch die News Corp. sehr wohl für den Kollaps mitverantwortlich sein.

myspaceNach dem Kauf sollte das zuvor stark an Musik orientierte Fan- und Freunde-Netzwerk beispielsweise zur Video-Nutzung umerzogen werden und insbesondere auf die Fan-Sites großer Bands konzentrierte man sich sehr. Derweil konnte das zuvor kleinere Facebook immer mehr MySpace-Nutzer an sich ziehen. Vermutlich, weil die User dort etwas fanden, das man ihnen bei MySpace nicht mehr geben konnte.

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