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26. Januar 2011
Eine Studie der Universität Madrid hat sich mit der interessanten Frage beschäftigt, aus welchen Motiven heraus Musikstücke, Filme oder andere Inhalte via Bit Torrent zur Verfügung gestellt werden.
Aufgrund des beträchtlichen Risikos, das diese Personen gerade beim Einstellen urheberrechtlich geschützter Werke eingehen, ist diese Frage absolut angebracht. Auch die abschätzbar nicht unbeträchtlichen Kosten dieses Vorgehens lassen vermuten, dass Altruismus nicht das alleinige Motiv sein kann.
Eine Vermutung, die ebenfalls den Aufbau der Studie beeinflusste, war es, dass sich einzelne "Spender" vermutlich nicht sehr leich identifizieren lassen. Es ist beispielsweise weidlich bekannt, dass die Unterhaltungsindustrie Agenturen und Detekteien bezahlt, die den Bit Torrent-Tausch behindern sollen. Etwa, indem sie falsche, unbrauchbare Inhalte in den Tauschprozess einschleusen und diese Dateien mit den Namen populärer Musikstücke und Filmtitel versehen. Solche "Publisher" werden erwartbar bei The PirateBay.org oder bei Mininova nicht die immer gleichen Nutzernamen verwenden, da sie sonst sehr schnell enttarnt werden.
Die Wissenschaftler haben daher bei diesen beiden BT-Anlaufstellen die RSS-Feeds neuer Dateien überwacht, die damit verbundene .torrent Datei sofort geladen und dann die angegebenen Benutzernamen sowie die IP-Adressen der Seeder beziehunsgweise aller teilnehmenden Peers erfasst. Weil der Schwarm zu Beginn eines BT-Downloads noch klein ist, konnte so in vielen Fällen die IP-Adresse des wichtigsten Seeders und damit des mutmaßlichen Erst-Publishers erfasst werden. Für die eigentliche Untersuchung wurden dann die IP-Adressen der Seeder sowie die (bei ThePirateBay) angegebenen Benutzernnamen berücksichtigt.
Eines der ersten Ergebnisse ist es dabei, dass eine im Grunde sehr kleine Zahl von Publishern für den Upload von 67% aller Dateien verantwortlich ist, und dass diese Uploads zu etwa 75% aller Downloads führen. Diesen vielleicht hundert Spendern und ihren Motiven galt das Hauptinteresse der Wissenschaftler. Sie konnten bei der weiteren Untersuchung ermitteln, dass sich diese Gruppe in weitere Teilgruppen unterteilen ließ. So identifizierten sie beispielsweise eine Gruppe, die hauptsächlich Schein-Dateien in Umlauf brachten. Diese "Fake-Publisher" handeln vermutlich im Auftrag von Medienunternehmen und benutzen wechselnde, beziehungsweise bei Hacks "gekaperte" Benutzernamen Dritter, wenn sie den BT-Download zu boykottieren versuchen.
Ihre "Saaten" werden zwar häufig schnell erkannt und gelöscht. Doch ihr Anteil an den Downloads ist dennoch beträchtlich. Zu dieser Gruppe zählen ansonsten auch jene Publisher, deren Motiv in der Verbreitung bösartiger Software besteht. Interessant ist vielleicht auch, dass die meisten dieser Fake-Publisher von den Hosting Providern tzulo, FDC Servers und 4RWEB aus agierten.
Neben den Fake-Publishern sind die Top-Publisher von größter Bedeutung. Auch bei ihnen wurde festgestellt, dass viele der Aussaaten über die Server von Hosting-Providern erfolgte. Namentlich OVH scheint ein von Top-Publishern häufig genutzter Hosting Provider zu sein. Einige der Seeder agierten allerdings auch von (oft mehreren) ISP-Konten aus. Hier wird in erster Linie der US-Kabelnetzprovider Comcast genannt.
Was die Motivation dieser Gruppe angeht, so muss in einigen Fällen wohl schon von Altriusmus ausgegangen werden. Allerdings konnte bei einigen der Top-Publisher auch ein weiteres Motiv identifiziert werden: Werbung. Die Publisher benutzten dazu entweder ihre Benutzernamen oder andere im Laufe des BT-Downloads irgendwann sichtbare Texte, um bestimmte URLs oder Domain-Namen anzugeben. Wobei es nicht nur um die Bewerbung bestimmter Sites, sondern auch um die Entgegennahme von Spenden zu gehen scheint.
So oder so ist das Ergebnis der Studie, dass die BT-Szene, wie man sie von Sites wie ThePirateBay oder Mininova kennt, maßgeblich von dieser Gruppe der Top-Publisher abhängig ist. Da ein Teil dieser Benutzer eigene wirtschaftliche Interessen mit dem BT-Upload verbindet, könnte man im Sinne der Rechteinhaber sogar argumentieren, dass die Piraterie in diesem Bereich kommerzielle Ausmaße annimmt.
Ein Aspekt, der bisher noch kaum berücksichtigt wurde, weder von den Piraten, noch von den Rechteinhabern. Auch ein Punkt, dem man sich bei der Nutzung solcher Börsen für den Download geschützter Dateien gewahr sein sollte.
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