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07. Februar 2011
Die geschäftliche Seite der Entscheidung ist sicher unstrittig: Der Huffington Post bleibt ihre Gründerin Arianna Huffington erhalten und die ehemalige Kolumnistin wird jetzt auch noch der Huffington Post Media Group vorstehen. Zu dieser AOL-Abteilung, der praktisch alle Content-Angebote AOLs unterstehen, zählen unter anderem auch die früheren Übernahmen Engadget und TechCrunch.
Die Huffington Post selbst, früher ein Meinungs-Blog, das in erster Linie als News-Aggregator aktiv war und die Berichte anderer Medien verarbeitete, hat im letzten Jahr das erste Mal einen Gewinn erwirtschaftet. Von daher ist der Zeitpunkt der Übernahme wohl als günstig zu bezeichnen. Was sich noch nicht absehen lässt, ist die Reaktion des Stammpublikums der Huffington Post.
Das Polit-Blog lässt sich der liberalen Ecke zuordnen, wobei aus europäischer Sicht der Ausdruck "linkslastig" wohl eher den Punkt trifft. AOL, bisher am ehesten als parteilos zu bezeichnen, wird durch diese Entscheidung sicher eine Neuorientierung erfahren. Wobei gerade die beiden früheren Erwerbungen Engadget und techCrunch zu der Vermutung führen, dass AOL sich als Ganzes auf ein eher junges, technophiles Publikum einschießen wird.
Auch das ist aus wirtschaftlicher Sicht verständlich, denn diese Zielgruppe ist für die Werbeindustrie besonders interessant. Und das ausgesprochene Ziel des ehemaligen Online-Dienstes ist es ja, sich durch Werbeeinnahmen zu refinanzieren, wozu Content- und Community-Angebote die Grundlage schaffen sollen.
Die politische Ausrichtung der Huffington Post, an der sich nun wohl auch AOL als Ganzes messen lassen muss, ist dabei sicher nur ein Tribut an die Jugend der Zielgruppe. Die Firmengründerin selbst konnte bis Mitte der 90er Jahre noch als konservative Kommentatorin bezeichnet werden, vollzog aber Ende der 90er den Schwenk hin zum Liberalismus und lief unter George W. Bush zu linksliberaler Hochform auf. Was, wie man sieht, auch geschäftlich ganz einträglich war.
Bemerkenswert bleibt allerdings weiter, wie dieser linksliberale Content-Humus für Werbeeinblendungen finanziert wird. Denn nach wie vor steht die Behauptung des New Yorkers im Raum, dass sich AOL nur durch die überwiegend älteren Abonnenten des Online-Dienstes finanzieren kann, weil diese für einen Einwahldienst bezahlen, den sie gar nicht mehr benötigen. Woraus sich die Schlussfolgerung ergibt, dass die vermutlich eher konservativen älteren AOL-Abonnenten nun auch noch für den Linksruck des Dienstes bezahlen dürfen.
AOL wird sich darauf einrichten müssen, dass die konservativen US-Medien aus diesem Umstand Kapital ziehen werden.
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