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Die englische Übersetzung der Texte des Buches "Inside Wikileaks", das in wenigen Tagen veröffentlicht werden soll, stellt insbesondere Assange in einem negativen Licht dar. Von Wikileaks heißt es jetzt, man habe rechtliche Schritte gegen Domscheit-Berg unternommen. In der Wikileaks-Erklärung wird dabei keine konkrete Begründung dieser Schritte genannt, wenngleich von einer Sabotage am "Submission System" die Rede ist, sowie von "gestohlenen Materialien".

Domscheit-Berg wiederum zeigt sich rührig, verschickt eigene Stellungnahmen, kommentiert Beiträge und erklärt dabei unter anderem, was mit den Vorwürfen gemeint sein könnte. Von rechtlichen Schritten weiß er zunächst einmal nichts. Er will lediglich einen Brief von Johannes Eisenberg erhalten haben, womit vermutlich jener Anwalt gemeint ist, der einst die taz gegen den inzwischen verstorbenen Anwalt Günther Freiherr von Gravenreuth wegen der rechtswidrigen Konfiszierung der Domain taz.de vertreten hat.

Dieses Schreiben sei ein bloßes "Statement" und noch dazu im schlechtesten Deutsch geschrieben, "das ich je gelesen habe", meint Domscheit-Berg. Das Eingabesystem für neue Enthüllungen habe er nicht sabotiert und auch nie Zugang dazu gehabt. Doch es sei richtig, dass dieses System dringend überholt werden muss, denn der zuständige Entwickler lässt Wikileaks das System nicht mehr nutzen. Der Hintergrund der Entscheidung sei ein Mangel an Vertrauen in Julian Assange und die Art und Weise, wie er Wikileaks "führt".

In den Buchexzerpten - deren Veröffentlichung nebenbei gesagt den Verkaufszahlen des Buches nicht schaden dürfte - fährt der Berliner noch härtere Geschütze auf. So werde oft behauptet, chinesische Dissidenten seien an der Wikileaks-Gründung beteiligt. Doch er, Domscheit-Berg, habe nie Kontakt zu einem dieser Chinesen gehabt. Die Behauptung Assanges, man habe 50.000 Dollar aufgewandt, um das Irak-Video "Collateral Murder" zu erstellen, soll ebenfalls falsch sein. Alle Arbeiten seien von Freiwilligen ausgeführt worden. Zwei Wikileaks-Mitglieder, die auf eigene Kosten für Recherchen nach Baghdad geflogen sind, soll Assange eine Rückzahlung verweigert haben. Er riet ihnen, eine eigene Stiftung auf Island zu gründen. Es sei doch ein Kinderspiel, das Geld wieder zu verdienen.

Fast schon selbstverständlich ist es, dass die Anwürfe Domscheit-Bergs auch das Verhältnis Assanges zu Frauen betreffen. Doch in anderen Passagen versucht er wieder die eigene hohe Moral unter Beweis zu stellen und Assange als unmündiges Kind zu präsentieren, dem man die Dokumenten-Eingabe bei Wikileaks nicht überlassen könne. Weshalb der "Architekt" dieser Funktionalität seine Arbeit für Wikileaks unerreichbar gemacht hat. Wobei Domscheit-Berg aber auch hier wieder das "wir" betont, obwohl er doch keinen Zugang zu dem System hatte. Viele Details der Darstellung bleiben in den Exzerpten ähnlich vage. Doch das wird ebenfalls den Verkauf seiner Bücher nicht behindern.

So, wie der gesamte Vorgang eine Werbewirkung entfaltet. Sei es für das Buch, oder für die Alternativ-Veranstaltung Openleaks. Doch bei all dem wird man den Eindruck nicht los, dass die beiden "Feinde", die früher gemeinsam auf offener Bühne Wikileaks repräsentierten, sich vielleicht ähnlicher sind, als sie es selbst wahrhaben wollen.

Wem man bei der Enthüllung geheimer Informationen "künftig eine wichtigere Rolle wünschen würde", ist dabei schwer zu sagen. Ganz schwer.

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