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28. Februar 2011
Microsoft zeigt sich in seiner Personalpolitik unerwartet flexibel. Das Unternehmen gestattet seinen Mitarbeitern eine Ausnahme vom bisher strikten Verbot einer Nebenbeschäftigung. Die Ausnahmeregelung gilt jedoch nur, wenn sie im Rahmen dieser Nebenbeschäftigung Anwendungen für Windows Phone 7 entwickeln.
Womit Microsoft im Grunde nur eine Maxime anwendet und weiterentwickelt, die der Unternehmenschef Steve Balmer vor Jahren auf unnachahmliche Weise zum Ausdruck brachte. Sein Kampfruf "Developers Developers Developers" in verschwitztem Outfit brachte ihm zwar den Beinamen "Monkey Boy" ein. Doch tatsächlich sind Entwickler in einem Umfeld heterogener mobiler Betriebssysteme von noch größerer Bedeutung als damals.
Apple, Google und jetzt auch Microsoft werden wohl auch noch in den kommenden Jahren versuchen, sich gegenseitig hinsichtlich ihrer "App Stores" für mobile Geräte den Rang abzulaufen. Apple versucht dies sogar durch einen Markeneintrag für den Begriff "App Store" zu unterstützen. Und Stephen Elop, der neue CEO von MS-Tochter MS-Partner Nokia, hat noch vor seinem offiziellen Amtsantritt den ersten Millionen-Scheck an einen Entwickler ausgehändigt - nicht ohne Balmers Developer-Motto zu wiederholen.
Allerdings zeigt Microsofts Entscheidung auch, unter welchem Druck das Unternehmen steht. Denn die Entscheidung, eigene Mitarbeiter für die nebenberufliche Entwicklung zu rekrutieren und ihnen 70% der Einnahmen aus diesen Entwicklungen zu garantieren, kann eigentlich nur Eines bedeuten: Es gibt zu wenig Interesse bei den freien Entwicklern für Windows Phone 7. Dafür riskiert man es nun, dass die 3.000 für das neue Programm registrierten Microsoft-Entwickler in ihrem eigentlichen Job vielleicht nicht mehr die volle Leistung bringen.
Für ein konservatives Unternehmen wie Microsoft eine beachtliche Risikobereitschaft. Doch vielleicht hat das Ganze auch einen nützlichen Nebeneffekt: Mitarbeiter, die ohnehin einen Absprung in die Selbständigkeit planen, bleiben dem Unternehmen durch diese absichernde Maßnahme länger verbunden. Sie stellen ihr unternehmerisches Potential zur Verfügung und geraten zugleich nicht in die Gefahr, für die Konkurrenz zu arbeiten.
In Zeiten, zu denen sogar Google die finanzielle Gießkanne benutzen muss, um die Treue der Belegschaft zu sichern, sind Abwerbeversuche durch die Konkurrenz nicht das kleinste Problem. Und die von Microsoft angebotene "Scheinselbständigkeit" stellt vielleicht eine angemessene Lösung für das Problem dar.
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