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Ein wenig unmotiviert wirkt eine neue Veröffentlichung des US-Handelsbeauftragten. Dessen Büro lieferte bisher alljährlich einen Bericht ("Special 301 Report"), in dem die US-Regierung Länder bei Namen nennt, die keinen hinreichenden Schutz des geistigen Eigentums bieten. Teil dieses Berichts war bisher auch der "notorious Markets" Report, in dem spezielle "Märkte" für Urheberrechtsvergehen aufgelistet wurden. Dieser Bericht wird nun außer der Reihe publiziert, ohne einen nachvollziehbaren Grund dafür zu nennen.

Wirklich überraschend ist dabei an der 2011er Schurkenliste nichts. Die üblichen Verdächtigen sind nach wie vor die gleichen: Das russische Allofmp3.com ist schon seit Jahren tot, aber eine ganze Reihe anderer Sites hat den rechtswidrigen Verkauf von MP3-Musikstücken in fast identischer Form übernommen. Der chinesische Google-Konkurrent Baidu sorgt weiterhin wegen seiner tiefen Links auf urheberrechtlich geschützte Materialien für Missfallen. Das besonders in China populäre Warenangebot der Alibaba-Tochter Taobao hat zwar bedeutsame Fortschritte gemacht und bietet weniger illegal entstandene Artikel an - aber immer noch zuviel für den Geschmack des Handelsbeauftragten.

Hinsichtlich des Online-Tauschs urheberrechtlich geschützter digitaler Werke dominierten ThePirateBay, ISOHunt, BitJunkie, KickAssTorrents und torrentz.com den Bereich der BT-Indizierung. Rutracker, Demonoid, Publicbt, openbittorrent und zamunda dagegen sind weiterhin die gefürchtesten Tracker-Sites. Daneben nennt der Bericht noch einige "Spezialangebote" wie vKontakte (Vermittlung von Downloads), TV Ants (kopierte Live-Sportübertragungen) und 91.com (Kopien mobiler Anwendungen. Zuguterletzt folgt eine Liste mit 17 Fernreisezielen: "Echte" Marktplätze weltweit, auf denen Hehlerwaren und Produktpiraterie nebeneinander feilgeboten werden.

Wie gesagt, es sind keine wirklich neuen Informationen, die der Handelsrepräsentant über die Marktplätze liefert. Doch die Herausnahme aus dem 301-Report ist neun, denn dadurch wird auch die Verbindung zu den Heimatländern dieser Märkte aufgebrochen.

Der 301-Report liest sich üblicherweise wie eine Anklage gegen andere Nationen, wobei diesen Ländern die Existenz von Websites wie AllofMP3.com oder ThePirateBay.org direkt angelastet wird. Man macht gerade Ländern wie Russland und China, aber auch Schweden und Deutschland (wg. Rapidshare) mehr oder weniger deutlich den Vorwurf, schon von Gesetzes wegen nicht genug gegen die Piraterie zu unternehmen.

Sollte die Trennung der "notorious Markets" Liste auch bei der Veröffentlichung des 301-Report (vraussichtlich im Mai) erhalten bleiben, dann würde das dem Bericht einiges an Provokationspotential nehmen. Im letzten Jahr jedenfalls folgte der Angeklagtenliste des 301-Report 2010 noch ein zusätzlicher  "Congressional International Anti-Piracy Caucus", in dem den Heimatländern der Top-Piraten nochmals die Leviten gelesen wurden.

Doch das war vor der peinlichen Veröffentlichung der diplomatischen Cables durch Wikileaks. Vielleicht kommt man daher in diesem Jahr auf etwas leiseren Sohlen daher...

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