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03. März 2011
Was die Lobesrede an Apple und die Apple-Produkte angeht, hatte Jobs allen Grund, das Ereignis "nicht verpassen zu wollen". Kein Wunder, denn die Dinge laufen prächtigst für Apple: Random House, eines der größten Verlagshäuser weltweit, wird seine Bücher nun auch im Apple Bookstore anbieten. Die Auszahlungen an Entwickler für Apples App Store haben gerade die 2 Milliarden Dollar-Grenze überschritten.
Apple hat auch gerade das 100 Millionste iPhone an den Mann gebracht und alleine im letzten Jahr - dem Jahr des iPad - 15 Millionen des dritten Kassenschlagers der Post-PC-Ära verkauft. Und jetzt kommt im "Jahr des iPad 2" schon ein neues, schlankeres, schnelleres iPad mit zwei Kameras auf den Markt, das noch dazu preislich seine Konkurrenten aussticht. Von den 350.000 Anwendungen in Apples App Store sind bereits 65.000 für das iPad optimiert - während in Androids Marketplace nach Jobs' Schätzung gerade 100 Tablet-Anwendungen existieren.
Kurz: Was kann die Konkurrenz schon bieten, um sich mit Apples iPad-Erfolg zu messen? Im Moment nur weniger gelungene Produkte zu höherem Preis und mit geringerer Unterstützung der Entwicklergemeinschaft.
Eine Situation, die tatsächlich bemerkenswert ist, wenn man bedenkt, dass Apple jahrelang im Schatten Microsofts stand und ein Dasein als Exklusivmarke führte. Doch sind 15 Millionen verkaufte iPads wirklich der Beginn einer neuen Ära, wenn heute schon weit über 1 Milliarde Menschen das Internet nutzen? Selbst die 100 Millionen seit Januar 2007 verkauften iPhones verschaffen Apple nur eine herausragende Position im Bereich der Smartphones. Einer Klassifikation, die ohne das iPhone heute so gut wie bedeutungslos wäre. So, wie es der Geräteklasse der Tablets ginge, wenn es das iPad nicht gäbe.
Der schon fast abgeschriebene iPod, das IPhone und jetzt das iPad haben Apples Marktwert enorm erhöht. Doch werden iPhone und iPad wirklich das PC-Zeitalter in absehbarer Zeit beenden? So ganz mag man das Steve Jobs immer noch nicht glauben, auch nicht nach seinem letzten Beweis, ein Zen-Meister der Public Relations zu sein.
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