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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Was die Marktforscher festgestellt haben, ist tatsächlich ein deutlicher Rückgang des Anteils der P2P-Nutzer Ende 2010. Nutzten im 4. Quartal 2007 noch ein Maximum von 16% solche Dienste, so waren es im Dezember 2010 nur noch 9%. Doch dieser Rückgang ist nicht nur durch einen allgemeinen Rückgang der Piraterie zu erklären. Das Problem ist auch, dass im 4. Quartal der bis dahin in den USA sehr populäre Tauschdienst Limewire eingestellt werden musste. Im 3. Quartal 2010 gaben noch 56% der P2P-Nutzer an, diesen Dienst zu nutzen. Doch im Oktober war es mit dem Limewire-Tausch im Großen und Ganzen vorbei.

Zumindest ein Teil dieses Ausfalls wurde von den Piraten durch die Nutzung anderer Dienste kompensiert. Frostwire konnte seinen Anteil am P2P-Tausch beispielsweise von 10% auf 21% verdoppeln. Und auch der BT-Client u-Torrent steigerte sich von 8% auf 12%. Doch der Wegfall von Limewire ist damit noch nicht ausgeglichen.

Aus diesem Umstand eine auch in der Tendenz nachlassende Bereitschaft zum P2P-Tausch abzuleiten, ist eine wackelige Konstruktion. Fast jeder zehnte US-Anwender benutzt vielmehr nach wie vor eine P2P-Software, um sich rechtswidrig Inhalte zu verschaffen. Ob das die Unterhaltungsindustrie in dem Maße schädigt, wie deren Vertreter es behaupten, ist wieder eine andere Frage. Doch der sich in den letzten vier Jahren zwischen 9% und 16% bewegende Anteil legt nahe, dass es trotz aller (denkbar harten) Gegenmaßnahmen der Industrie ein zeitlich relativ stabiles Phänomen der Piraterie gibt. Sei es eine Begleiterscheinung der Jugend, ein Ausdruck der wirtschaftlichen Schwäche oder eine anarchistische Tendenz.

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